Der Zug durch den Jordan (Jos. 1 - 5)
Die Eroberung der Städte Jericho und Ai (Jos. 6 – 8)
Die List der Gibeoniter und der Kampf um Gibeon (Jos. 9 - 12)
Die Verteilung Kanaans (Jos. 13 - 19)
Die Asyl- und Levitenstädte, der Altar am Jordan, Josuas Mahnreden und Tod (Jos. 20 - 24)
Einführung
Das Buch trägt den Titel "Josua", hebräisch IEUSchO, punktiert JöHOSchuA, so wie sich auch der Name “Jesus" schreibt. Dieser Name bedeutet „Jewe ist Rettung”.
Das Buch ist die Fortsetzung der fünf Bücher Mose und umfasst den Zeitraum von 1420 v. Chr. bis zum nicht datierbaren Tod Josuas, dessen Aufgabe es war, das Volk Israel in das verheißene Land zu bringen und dort anzusiedeln.
Kapitel 1
Jewes Wort an Josua
1 Und es geschah nach dem Tod Moses (im Jahr 1420 v. Chr.), des Dieners Jewes, da sprach Jewe zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Amtsträger Moses, sprechend:
2
Mein Diener Mose starb. Und nun, steh auf, geh über diesen
Jordan, du und all dieses Volk, zu dem Land, das Ich ihnen, den
Söhnen Israels, gebe.
3
Einen jeden Ort, den eure Fußsohle betreten wird, euch gab Ich
ihn, so wie Ich zu Mose geredet habe.
4
Von der Wildnis und diesem Libanon bis zu dem großen Strom, dem
Strom Euphrat, all das Land der Hetiter und bis zu dem großen
Meer gen Untergang der Sonne wird euer Gebiet.
5
Niemand stellt sich alle Tage deines Lebens dir angesichts (gegen
dich) auf. So wie Ich mit Mose war, werde Ich mit dir sein: nicht
lasse Ich dich los, und nicht verlasse Ich dich.
6
Habe Halt und sei gefestigt, denn du, ja du, lost diesem Volk das
Land zu, das Ich ihren Vätern zugeschworen habe, es ihnen zu
geben.
7 Nur habe
Halt und sei überaus gefestigt, zu hüten, gemäß
all der Tora (Zielanweisung) zu tun, die dir Mein Diener Mose geboten
hat. Kehre dich nicht von ihr ab, weder zur Rechten noch zur Linken,
damit du klug (handelst) überall, wo du gehst.
8
Nicht weiche das Schriftstück dieser Tora (Zielanweisung) von
deinem Munde, und du murmelst (liest murmelnd, sagst murmelnd auf)
über ihr tags und nachts, damit du hütest, zu tun gemäß
all dem in ihr Aufgeschriebenen; denn dann hast du Gelingen, was
deinen Weg betrifft, und dann (handelst) du klug.
9
Habe Ich dir nicht geboten: Habe Halt und sei gefestigt, lass dich
nicht scheuchen und werde nicht bestürzt, denn Jewe, dein
Elohim, ist mit dir überall, wo du gehst.
...
Jewe
hatte Josua zum Nachfolger des Mose berufen (5. Mose 34:9). Nun
sollte Israel unter seiner Führung das Land einnehmen, das Jewe
dem Abraham und seinem Samen verheißen hatte (Vers 2; 1. Mose
15:18; 17.8).
Jewe hatte Israel das Land bereits gegeben, sie
mussten es nur noch betreten (Vers 3).
Israel
hat das zugesicherte Gebiet (Vers 4; 2. Mose 23:31) bislang noch nie
besessen, sonderlich den syrischen Teil des Hetiterreichs (nur dieser
Teil ist gemeint) und bis zum Euphrat.
Die Verheißung wird
erst im tausendjährigen Königreich erfüllt werden.
Für
die gewaltige Aufgabe, die Josua bevorstand, kräftigte Jewe ihn
mit dem Zuspruch, dass Er immer mit ihm sein werde und niemand ihn
aufhalten könne oder besiegen
werde (Vers 5).
Voraussetzung
für alles Gelingen war eine feste Herzenshaltung der absoluten
Treue zum Gesetz des Mose (Vers 7 + 8); dann werde er das Land festen
Sinnes, klug und furchtlos erobern können (Vers 9).
Josua
sollte täglich murmelnd über die Tora sinnen, mithin ein
Mann sein, von dem es in Psalm 1;1, 2 heißt: „Glückselig
der Mann, der an der Zielanweisung Jewes sein Gefallen hat und tags
und nachts über Seiner Zielanweisung murmelt!" Und
sicherlich wird er gemäß Psalm 119:97 gebetet haben: „Was
liebe ich Deine Zielanweisung! All den Tag ist sie mein Nachsinnen."
Vorbereitungen zum Durchschreiten des Jordans
10
Und Josua gebot den Vorstehern des Volks, sprechend:
11
Geht durch das Innere des Lagers und gebietet dem Volk sprechend:
Bereitet euch Zehrung, denn in noch drei Tagen geht ihr über
diesen Jordan, dass ihr hineinkommt, um das Land zu errechten, das
Jewe, euer Elohim, euch gibt, es zu errechten.
...
In
drei Tagen sollten sie über den Jordan gehen. Demnach waren die
Kundschafter wohl schon zurückgekehrt (Jos. 2; 3:1, 2). Das
Manna hatte zwar noch nicht aufgehört (Jos. 5:12), der Tag der
Durchquerung des Jordans dürfte aber die besondere Maßnahme
der Zubereitung von Zehrung erfordert haben.
Die Pflichttreue der Stämme Ruben, Gad und Manasse
12
Und zu dem Rubeniter und zu dem Gaditer und zur Hälfte des
Stammes des Manasse sprach Josua, sprechend:
13
Gedenkt des Wortes, das euch Mose, der Diener Jewe, gebot,
sprechend: Jewe, euer Elohim, verschafft euch ein Ruhen und gibt euch
dieses Land.
14
Eure Frauen, eure kleinen Kinder und eure Viehherden, sie wohnen in
dem Land, das Mose euch jenseits des Jordans gegeben hat; ihr aber
zieht angesichts eurer Brüder in Fünf-Mann-Kampf-gruppen
hinüber – alle Mächtigen des Heeres und helft
ihnen,
15 bis
Jewe euren Brüdern ein Ruhen verschafft hat wie euch und sie,
auch noch sie, das Land errechten, das Jewe, euer Elohim, ihnen gibt.
Und dann kehrt ihr zurück zum Land eures rechtmäßigen
Besitzes, und ihr errechtet es, ja das, das Mose, der Diener Jewes,
euch jenseits des Jordans gen Aufgang der Sonne gegeben hat.
16
Und sie antworteten dem Josua, sprechend: Alles, was du uns gebotest,
werden wir tun, und wohin immer du uns entsendest werden wir
gehen.
17 Wie es
in allem war, dass wir auf Mose hörten, also hören wir auf
dich; nur sei Jewe, dein Elohim, mit dir, so wie Er mit Mose war.
18
Ein jeder, der gegen deinen Mund erbittert und deine Worte nicht
hört, bezüglich allem, was du ihm gebietest, er werde
getötet. Nur habe Halt und sei gefestigt.
...
Das
war ein erfreulicher Ausdruck der Einheit des Volkes Israel, dass
die, die ihr Losland bereits eingenommen hatten (4. Mose 32; 5. Mose
3:12 - 17), denen halfen, die ihr Losteil noch erobern mussten. Ihr
Gehorsam zeigte, dass sie der Verheißung Jewes glaubten.
Wichtig dafür, sich nun von Josua leiten zu lassen, war aber,
dass Josua selbst von Jewe geleitet wurde.
Kapitel 2
Die zwei Kundschafter und die Hure Rahab
1
Und Josua, der Sohn Nuns, entsandte von der Stadt Schithim aus zwei
Mannen als Spione, heimlich, sprechend: Gehet, beseht das Land und
Jericho! Und sie gingen und kamen in das Haus einer Frau, einer Hure,
und ihr Name war Rahab. Und sie legten sich dort hin.
2
Und es wurde zum König Jerichos gesprochen, sprechend: Da!
Mannen aus den Söhnen Israels kamen die Nacht hierher, das Land
auszuspüren.
3
Da entsandte der König Jerichos zu Rahab, sprechend: Bewege die
Mannen herauszugehen (rücke die Mannen heraus), die zu dir
gekommenen, die in dein Haus kamen, denn sie kamen, um das ganze Land
auszuspüren.
4
Und die Frau nahm die beiden Mannen und verwahrte sie und sprach: So
(ist´s): Die Mannen kamen zu mir, aber ich erkannte nicht,
woher sie waren.
5
Und als es Zeit wurde, das Tor in der Finsternis zu verschließen,
da gingen die Mannen hinaus; ich weiß nicht, wohin die Mannen
wandelten. Verfolgt (jagt) schnell hinter ihnen her, denn ihr werdet
sie einholen.
6
Sie aber, sie hatte sie zum Dach hinaufsteigen lassen und hatte sie
zwischen Flachsstängeln vergraben, den für sie selbst auf
dem Dach aufgeschichteten.
7
Und die Mannen (Jerichos) verfolgten (jagten) hinter ihnen her, den
Weg zum Jordan, auf die Furten zu; und das Tor verschloss man,
nachdem die hinter ihnen her Jagenden hinausgegangen waren.
8
Und ehe sie, ja sie, sich hinlegten, da stieg sie, ja sie, hinauf,
hinauf zu ihnen auf das Dach.
9
Und sie sprach zu den Mannen: Ich erkenne, dass Jewe euch das Land
gegeben hat und dass das Grauen vor euch auf uns gefallen ist und
dass alle Bewohner des Landes aufgrund eures Angesichts zergehen.
10
Denn wir hörten, dass Jewe die Wasser des Schilfmeers aufgrund
eures Angesichts vertrocknen ließ bei eurem Auszug aus Ägypten,
und was ihr den beiden Königen des Amoriters getan habt, die
jenseits des Jordans waren, dem Sichon und dem Og, die ihr
verbanntet.
11
Und wir hörten's, und unser Herz zerfloss, und in niemand kam
noch Geist (Mut) auf aufgrund eures Angesichts, denn Jewe, euer
Elohim, Er ist der Elohim in den Himmeln oben und auf der Erde
unten.
12 Und
nun, schwört mir doch bei Jewe, weil ich Huld an euch getan
habe, dass ihr, auch noch ihr, an dem Haus meines Vaters Huld tun
werdet; und ihr gebt mir ein Zeichen der Wahrheit (des wahrhaftigen
Tuns).
13 Und ihr
lasst meinen Vater und meine Mutter leben und meine Brüder und
meine Schwestern und alle, die ihnen zugehören, und ihr bergt
unsere Seele vor dem Tod.
14 Und
die Mannen sprachen zu ihr: Unsere Seele ist's, die an eurer statt zu
sterben hat, wenn ihr diese unsere Sache nicht berichtet (verratet).
Und es geschieht: Indem uns Jewe das Land gibt, so werden wir an dir
Huld und Wahrheit (Treue) tun.
15
Und sie ließ sie durch die Luke mittels eines Seils
hinabsteigen, denn ihr Haus war im Mauerwerk der Stadtmauer, und sie
wohnte in der Stadtmauer.
16
Und sie sprach zu ihnen: Geht gen das Bergige, sodass die Verfolger
euch nicht entgegenkommen; und ihr versteckt euch dort drei Tage bis
zur Rückkehr eurer Verfolger, und danach geht ihr eures
Weges.
17 Und die
Mannen sprachen zu ihr: Schuldlose (frei von jeder Verpflichtung)
sind wir von diesem deinem Schwur, den du uns schwören
ließest:
18
Da! Wenn wir im Land ankommen, so verknüpfst du das Ende dieses
karmesinroten Seils an der Luke, mittels dessen du uns hinabsteigen
ließest. Und du versammelst deinen Vater und deine Mutter und
deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters
bei dir ins
Haus.
19 Und es
geschieht: Jeder, der aus den Türen deines Hauses nach draußen
herausgeht: sein Blut ist auf seinem Haupt, und wir sind schuldlos;
aber jeder, der mit dir im Haus ist: sein Blut ist auf unserem Haupt,
wenn Hand an ihn gelegt wird.
20 Wenn
du aber diese unsere Sache berichtest (verrätst), so sind wir
schuldlos (frei) von deinem Schwur, den du uns schwören
ließest.
21
Und sie sprach: Es sei gemäß euren Worten. Und sie
entsandte sie, und sie gingen; und sie verknüpfte das Ende des
karmesinroten Seils an der Luke.
22
Und sie gingen und kamen in das Bergige und blieben dort drei Tage,
bis die Verfolger zurückgekehrt waren. Und ihre Verfolger hatten
auf allen Wegen gesucht und sie nicht gefunden.
23
Und die beiden Mannen kehrten zurück und stiegen vom Bergigen
herab und gingen hinüber und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und
sie erzählten ihm alles, was ihnen
begegnet war.
24
Und sie sprachen zu Josua: So denn (ist´s): Jewe gab das ganze
Land in unsere Hand, und alle Bewohner des Landes zergehen aufgrund
unseres Angesichts.
...
Josua hatte die Kundschafter heimlich,
also ohne Wissen des Volkes, ausgesandt, damit es bei einem
ungünstigen Bericht nicht entmutigt würde wie einst in
Kadesch-Barnea (4. Mose 13). Jewe führte sie in das Haus der
Hure Rahab. Diese bemerkenswerte Frau wurde hernach die Frau Salmas
(Salmons) und die Mutter des Boas, des Mannes der Rut, und die
Urgroßmutter des Königs David (Mat. 1:5, 6). Die beiden
Männer waren bemerkt worden und sollten von Rahab herausgegeben
werden (Vers 3). Doch die Frau log und nahm sie in Schutz (Vers 4).
Sie war nicht nur eine Hure, sondern auch eine Lügnerin. In
Seiner Gnade aber hatte Jewe etwas mit ihr vor. Ich kann den Konflikt
nicht lösen, dass die Lüge nicht zu rechtfertigen ist und
sie zugleich ein wichtiges Werk
um des Heils Israels willen tat,
denn Rahab – nicht die Sünde, sondern Rahab – wurde
aufgrund ihres Werkes gerechtfertigt. Jakobus schreibt: "... die
Hure Rahab – wurde sie
nicht aus Werken gerechtfertigt, weil
sie die Boten beherbergte und diese auf anderem Weg entkommen ließ?"
(Jak. 2:25). Und im Hebräerbrief heißt es: „Durch
Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit den Widerspenstigen um, weil
sie die Kundschafter mit Frieden empfing" (Heb. 11:31). Ihre
Werke kamen aus ihrem Glauben, dass Jewe, der Elohim Israels –
wie auch Israel bekannte (5. Mose 4:39) –, der einzige und
wahre Elohim in den Himmeln und auf der Erde ist (Vers 11) und dass
Er das Land Seinem Volk Israel bereits gegeben hat (Vers 9).
Kapitel 3
Der Zug durch den Jordan
1
Und Josua stand früh am Morgen auf, und sie zogen von der
(Stadt) Schithim weg und kamen bis zum Jordan, er und alle Söhne
Israels; und sie nächtigten dort, ehe sie hinübergingen.
2
Und es geschah am Ende von drei Tagen, da gingen die Vorsteher durch
das Innere des Lagers.
3
Und sie geboten dem Volk, sprechend: Sowie ihr die Lade des Bundes
Jewes, eures Elohims, seht und die sie tragenden Priester, die
Leviten, so zieht ihr weg, ja ihr, von eurem Ort und wandelt hinter
ihr her.
4 –
jedoch sei eine Entfernung von etwa 2000 Ellen im Maß zwischen
euch und ihr; nicht nahet ihr ihr –, damit ihr den Weg erkennt,
den ihr gehen sollt, denn den Weg seid ihr weder gestern noch
ehegestern gegangen.
5
Und Josua sprach zu dem Volk: Heiligt euch, denn morgen wird Jewe in
eurer Mitte Wunder tun.
6
Und Josua sprach zu den Priestern, sprechend: Tragt die Lade des
Bundes und geht angesichts des Volks hinüber. Und sie trugen die
Lade des Bundes und gingen angesichts des Volks.
7
Und Jewe sprach zu Josua: An diesem Tag beginne Ich, dich groß
zu machen in den Augen ganz Israels, das erkennen wird, dass Ich so,
wie ich mit Mose war, auch mit dir bin.
8
Und du, du gebietest den Priestern, die Lade des Bundes tragen,
sprechend: Sowie ihr an den Rand der Wasser des Jordans kommt,
(bleibt) ihr im Jordan stehen.
9
Und Josua sprach zu den Söhnen Israels: Kommt herzu hierher, und
hört die Worte Jewes, eures Elohims.
10
Und Josua sprach: An diesem werdet ihr erkennen, dass der lebendige
El in eurer Mitte ist: entrechten, ja entrechten weg von eurem
Angesicht wird Er den Kanaaniter und den Hetiter und den Hiwiter und
den Perisiter und den Girgasiter und den Amoriter und den
Jebusiter.
11 Da!
Die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde geht euch angesichts im
Jordan hinüber.
12
Und nun, nehmt euch zwölf Mann aus den Stämmen Israels, je
einen Mann, ja je einen Mann für den Stamm.
13
Und es wird geschehen: Sowie die Fußsohlen der Priester, die
die Lade Jewes, des Herrn der ganzen Erde, tragen, in den Wassern des
Jordans ruhen, werden die Wasser des Jordans abgeschnitten, die von
oben hinabfließenden Wasser, und sie stehen wie ein Wall.
14
Und es geschah: Als das Volk aus seinen Zelten wegzog, um über
den Jordan zu gehen, da trugen die Priester die Lade des Bundes
angesichts des Volks.
15
Und als die die Lade Tragenden bis zum Jordan kamen und die Füße
der Priester, die die Lade trugen, in den Rand der Wasser
hineingetaucht waren – aber der Jordan ist alle Tage der Ernte
über all seine Ufer hinaus gefüllt ,
16
da standen die von oben hinabfließenden Wasser; sie standen
hoch auf wie ein Wall, überaus weit entfernt, bei der Stadt
Adam, die an der Seite Zaretans liegt. Und die zum Meer der Steppe,
zum Salzmeer hinabfließenden Wasser gingen völlig zu Ende,
ja wurden abgeschnitten, und das Volk ging hinüber Jericho
gegenwärtig.
17
Und die Priester, die die Lade des Bundes Jewes trugen, standen in
der Wüstenei (auf dem Trockenen) in der Mitte des Jordans, den
Weg bereitend, und ganz Israel, sie gingen hinüber über die
Wüstenei, bis die ganze Nation völlig beendet hatte, über
den
Jordan zu gehen.
...
Den
aufgrund der Schneeschmelze des Hermon reißenden Fluss vor
Augen, kündigte Josua ein Wunder an, und Jewe tat es.
Da
Israel unbekanntes Gelände betrat, bedurften sie der Führung
Jewes. Dessen Anwesenheit war an der Bundeslade sichtbar.
Von ihr
war aber ein gewisser Abstand zu halten (Vers 4), vermutlich damit
alle sie sahen und ihren Weg darauf ausrichten konnten.
Das
Volk hatte sich zu heiligen, um den Wunder Jewes in
Reinheit
entgegensehen zu können (Vers 5).
Die Lade ging
voran (Vers 11); dies war der Zuspruch, dass Jewe voranging.
Und
plötzlich standen die Wasser bei der Stadt Adam, etwa 26 km
flussaufwärts, nahe der Mündung des Jabok. Sie standen wie
ein Wall, etwa so, wie sie vierzig Jahre zuvor beim Auszug aus
Ägypten im Schilfmeer standen (2. Mose 15:8; Ps. 78:13), Den
gesamten Zeitraum, den etwa zwei Millionen Menschen zur Überquerung
des Jordans brauchten, befand sich die Lade in der Mitte des Flusses;
alle sahen: Jewe ist gegenwärtig, Er hält das Flussbett
frei, Er tut dieses Wunder!
Es mag sein, muss aber auch gar nicht
sein, dass der Fluss durch einen gewaltigen Erdrutsch blockiert
wurde. Gott steht alles zu Gebote: Erdmassen wie auch das Wasser
alleine. Entscheidend ist, was Jewe ausspricht. Und so war es: „Jewe
sprach, und es geschah, Er gebot, und es stand" (Ps. 33:9). Und
die Israeliten werden Jewe gepriesen haben: „Groß bist Du
und Täter der Wunder, Du, Elohim, Du allein“(Ps. 86:10).
Das
Wunder war vielfältig:
1.
Es war prophetisch angekündigt,
2. es trat ein;
3.
bemerkenswerterweise auf die Sekunde genau;
4. das Flussbett war
weder weich noch voll Geröll, sondern trocken und fest, sodass
Menschen, Tiere und Wagen überhaupt vorwärts kamen, ja der
Übergang sogar schnell vor sich ging (Jos. 4:10);
5. die
Wasser kamen nach der Durchquerung sofort zurück (Jos. 4:18).
Kapitel 4
Zwölf Gedenksteine aus dem und in dem Jordan
1
Und es geschah, als die ganze Nation völlig beendet hatte, über
den Jordan zu gehen, da sprach Jewe zu Josua, sprechend:
2
Nehmt euch aus dem Volk zwölf Mannen, je einen Mann, ja je einen
Mann aus dem Stamm,
3
und gebietet ihnen, sprechend: Tragt euch zwölf Steine von
dieser Stelle aus der Mitte des Jordans, von der Stelle, wo die Füße
der Priester (den Weg) bereiteten, und führt sie mit euch
hinüber und ihr belasst sie im Nachtlager, in dem ihr die Nacht
nächtigen werdet.
4
Und Josua rief den zwölf Männern, die er aus den Söhnen
Israels bereitet hätte, je einen Mann, ja je einen Mann aus dem
Stamm.
5 Und
Josua sprach zu ihnen: Geht hinüber angesichts der Lade Jewes,
eures Elohims, zur Mitte des Jordans, und nehmt euch Steine hoch, ein
jeder einen Stein auf seine Schulter, der Zahl der Stämme der
Söhne Israels (entsprechend),
6
damit dies ein Zeichen in eurer Mitte wird. So denn eure Söhne
morgen (künftig) fragen, sprechend: Was (bedeuten) euch diese
Steine?,
7 so
sprecht ihr zu ihnen: Dass die Wasser des Jordans aufgrund des
Angesichts der Lade des Bundes Jewes abgeschnitten wurden; als sie im
Jordan hinüberging, wurden die Wasser des Jordans abgeschnitten.
Und so sind diese Steine den Söhnen Israels zum Gedenkzeichen
bis zum Äon.
8
Und die Söhne Israels taten so, wie Josua geboten hatte, und
trugen zwölf Steine aus der Mitte der Jordans heraus, so wie
Jewe zu Josua geredet hatte, der Zahl der Stämme der Söhne
Israels entsprechend; und sie führten sie mit sich hinüber
zu dem Nachtlager und beließen sie dort.
9
Und (außerdem) stellte (häufte) Josua zwölf Steine in
der Mitte des Jordans auf an der Stelle, wo die Füße der
Priester waren, die die Lade des Bundes trugen; und sie waren dort
bis zu diesem Tag.
10
Und die Priester, die die Lade trugen, standen in der Mitte des
Jordans, bis all die Sachen völlig beendet waren, die Jewe dem
Josua geboten hatte, zu dem Volk zu sprechen gemäß allem,
was Mose dem Josua geboten hatte. Und das Volk war schnell und ging
hinüber.
11
Und es geschah, als all das Volk völlig beendet hatte,
hinüberzugehen, da gingen die Lade Jewes und die Priester
angesichts des Volks hinüber.
12
Und die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte
des Stammes Manasse gingen in Fünf-Mann-Kampfgruppen angesichts
der Söhne Israels hinüber, so wie Mose zu ihnen geredet
hatte.
13 Etwa
40.000 (von diesen Stämmen) zum Heeresdienst (von anderen
Aufgaben) Freigestellte gingen angesichts Jewes hinüber zum
Streit auf die Steppen Jerichos zu.
...
Dieser
Bericht fügt dem Kapitel drei einige Einzelheiten hinzu, die zur
gleichen Zeit geschahen. In Kapitel 3:12 war nur von zwölf zu
bestellenden Männern die Rede, hier aber erfuhren wir Näheres.
Die Stämme Ruben, Gad und halb Manasse hatten ihr Losland östlich des Jordans bereits eingenommen. Sie halfen den anderen Stämmen nun bei der Eroberung ihrer Losteile gemäß dem Gebot des Mose (4. Mose 32:20 - 22; Jos. 1:14, 15).
Als
alles vollendet war, verließen die Priester mit der Lade als
letzte das Flussbett, und die Wasser strömten wieder reißend.
Das war ein gewaltiger Anblick. Nun gab es kein Zurück mehr.
Israel
sollte dieses Wunder nie vergessen. Es ist auch uns zum Zuspruch.
Denn all das was vorher geschrieben wurde, ist gerade uns zur
Belehrung geschrieben worden, damit wir durch Ausharren und durch den
Zuspruch der Schriften Zuversicht haben mögen (Röm. 15:4).
Auswirkungen in Israel und unter den Völkern
14
An jenem Tag machte Jewe den Josua in den Augen ganz Israels groß,
und sie fürchteten ihn, so wie sie Mose alle Tage seines Lebens
gefürchtet hatten.
15
Und Jewe sprach zu Josua, sprechend:
16
Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie
aus dem Jordan heraufsteigen.
17
Und Josua gebot den Priestern, sprechend: Steigt herauf aus dem
Jordan.
18 Und es
geschah beim Heraufsteigen der Priester, die die Lade des Bundes
Jewes aus der Mitte des Jordans heraustrugen, als die Fußsohlen
der Priester zur Wüstenei des Landes hin abgezogen waren, da
kehrten die Wasser des Jordans zu ihrem Ort zurück und gingen
wie gestern und ehegestern über all seine Ufer.
19
Und das Volk stieg herauf aus dem Jordan am zehnten Tag des ersten
Monats (Nisan; März/April) (1420 v. Chr.), und sie lagerten in
Gilgal östlich des Randes von Jericho.
20
Und diese zwölf Steine, die sie aus dem
Jordan genommen hatten, stellte Josua in Gilgal auf.
21
Und er sprach zu den Söhnen Israels, sprechend: So eure Söhne
morgen (künftig) ihre Väter fragen, sprechend: Was
(bedeuten) diese Steine?,
22
so lasst ihr eure Söhne erkennen, sprechend: Im Trockenen ging
Israel über diesen Jordan,
23
da Jewe, euer Elohim, die Wasser des Jordans aufgrund eures
Angesichts vertrocknen ließ, bis ihr hinübergegangen wart,
so wie Jewe, euer Elohim, dem Meer des Schilfs getan hatte, das Er
vertrocknen ließ aufgrund unseres Angesichts, bis wir
hinübergegangen waren,
24
damit alle Völker der Erde die Hand Jewes erkennen, dass sie
mächtig ist, damit ihr Jewe, euren Elohim, all die Tage
fürchtet.
...
Nun
war es Josua, dem Jewe es gewährt hatte, in einer dem Mose
annähernd vergleichbaren Weise vom ganzen Volk als groß
geehrt und gefürchtet zu werden (Vers 14).
Der
Anfang und das Ende der vierzigjährigen Wanderung waren von
gewissermaßen gleichen Wundern gekennzeichnet. Am 10. Nisan
1420 v. Chr. waren sie durch den Jordan gegangen (Vers 19). Im Jahre
1460 v. Chr. war der 10. Nisan der Tag gewesen,
an dem sie das
Passahlamm ausgesucht hatten (2. Mose 12:3).
Israel lagerte in
Gilgal, etwa zwei bis drei Kilometer nordöstlich von Jericho.
Damals
kamen alle Völker des Orients, und heute kommen alle Völker
der Erde eingedenk der Durchquerung des Schilfmeers sowie des Jordans
zur Erkenntnis der Macht und Herrlichkeit Jewes, des Elohims Israels
(Vers 24; vgl. Röm. 9:17).
Kapitel 5
Die Beschneidung und das Passah in Gilgal
1
Und es geschah: Als alle Könige des Amoriters, die jenseits des
Jordan meerwärts, und alle Könige des Kanaaniters, die an
dem Meer waren, hörten, dass Jewe die Wasser des Jordans
aufgrund des Angesichts der Söhne Israels vertrocknen ließ,
bis sie hinübergegangen waren, da zerfloss ihr Herz, und es war
kein Geist (Mut) mehr in ihnen aufgrund des Angesichts der Söhne
Israels.
2 In
jener Zeit sprach Jewe zu Josua: Mache dir Messer aus Felsen und tue
es wiederum: Beschneide die Söhne Israels zum zweiten Mal.
3
Und Josua machte sich Messer aus Felsen und beschnitt die Söhne
Israels am Hügel der Vorhäute.
4
Und dies ist die Sache, dass Josua sie beschnitt: All das Volk, das
aus Ägypten ausgezogene, die Männlichen, alle Mannen des
Streits, waren in der Wildnis gestorben auf dem Weg ihres Auszugs aus
Ägypten.
5
Denn Beschnittene waren die Herausgehenden, ja all das Volk; aber all
das Volk, das in der Wildnis geboren wurde, ja auf dem Weg ihres
Herausgehens aus Ägypten, hatte man nicht beschnitten.
6
Denn vierzig Jahre wandelten die Söhne Israels in der Wildnis,
bis die ganze Nation der Mannen des Streits, die aus Ägypten
ausgezogen waren, ihr volles Ende (gefunden) hatte, die nicht auf die
Stimme Jewes gehört hatten, denen Jewe geschworen hatte, sie das
Land nimmer sehen zu lassen, das Jewe ihren Vätern zugeschworen
hat, es uns zu geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
7
Aber ihre Söhne ließ Er an ihrer statt erstehen; sie
beschnitt Josua, denn sie hatten Vorhaut, denn man hatte sie auf dem
Weg nicht beschnitten.
8
Und es geschah: Als sie völlig beendet hatten, all die Nation zu
beschneiden, da blieben sie an ihrer Stätte im Lager, bis sie
wieder auflebten (genesen waren).
9
Und Jewe sprach zu Josua: Am heutigen Tag wälzte Ich die Schmach
Ägyptens von euch weg. Und man nannte den Namen jenes Ortes
Gilgal (Rollwerk, Wälzwall), so ist's bis zu diesem Tag.
10
Und die Söhne Israels lagerten in Gilgal, und sie begingen das
Passah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Steppen
Jerichos.
11 Und
sie aßen vom Ertrag des Landes am Tag nach dem Passah
Ungesäuerte (Brote) und Geröstetes, an eben diesem Tag.
12
Und das Manna hörte auf am Tag nach (dem Passah), als sie vom
Ertrag des Landes aßen, und nicht gab es noch weiterhin das
Manna für die Söhne Israels; und sie aßen in jenem
Jahr vom Einkommen des Landes Kanaan.
...
Jetzt
wäre der ideale Zeitpunkt für die Kanaaniter gewesen,
Israel anzugreifen, aber ihr Geist war bedrückt, sie hatten
keine Entschlusskraft mehr (Vers 1); so konnte Israel in Ruhe die
Beschneidung vollziehen und das Passah begehen.
Man hatte während
der Wanderung nicht mehr beschnitten, weil sie unter dem Gericht
Jewes standen (4. Mose 14:34); da sie sich nun aber geheiligt hatten
(Jos. 3:5) und die Durchquerung des Jordans tiefe Spuren der
Ehrfurcht vor Jewe in ihre Herzen eingeschnitten hatte, durften sie
das Zeichen des Bundes wieder tragen. Die Landnahme vor Augen,
dachten sie auch daran, dass der mit Abraham geschlossene Bund der
Beschneidung eng mit der Verheißung des Landes verbunden war
(1. Mose 17:7 - 14). Die Beschneidung war zugleich eine Ermahnung,
das Herz zu beschneiden und dem Willen des Fleisches nicht
nachzugeben (5. Mose 10:16; 30:6; Jer. 4:4; Röm.
2:28,
29).
Nach dem Übergang über den Jordan war die Schmach
Ägyptens von Israel abgewälzt (Vers 9), dass nämlich
das Volk in den Augen der Völker nach den Auszug immer noch
nicht im verheißenen Land angekommen war. Doch jetzt war der
Auszug vollendet!
Nur
Beschnittene durften das Passah essen (2. Mose 12:43 - 49). Und nun
aßen sie es wie vor vierzig Jahren am 14. Nisan (2. Mose 12:2,
6).
Josua begegnet dem Fürsten des Heeres Jewes
13
Und es geschah: Als Josua in dem zu Jericho (gehörenden) Gebiet
war, da erhob er seine Augen und sah, und da! Ein Mann stand ihm
gegenwärtig, und sein gezogenes Schwert war in seiner Hand. Und
Josua ging zu ihm hin und sprach zu ihm: Bist du für uns oder
für die uns Bedrängenden?
14
Und er sprach: Nicht so, denn ich bin der Fürst des Heeres
Jewes; jetzt eben kam ich. Und Josua fiel wieder, sein Angesicht zum
Boden gerichtet, und warf sich (huldigend) hin und sprach zu ihm: Was
redet mein Herr zu seinem Diener?
15
Und der Fürst des Heeres Jewes sprach zu Josua: Streife deine
Sandalen von deinem Fuß ab, denn der Ort, auf dem du stehst,
ist heilig. Und Josua tat so.
...
Eine
schwere Last lag auf Josua, dem Feldherrn, der die den Zugang nach
Kanaan beherrschende, stark befestigte Stadt Jericho, die für
eine lange Belagerung ausgerüstet war, ohne
Belagerungsmaschinen, Katapulte und bewegliche Türme zuallererst
und auf jeden Fall einnehmen musste. Seine Pfeile, Speere und
Schleudern waren wie nichts gegen die hohen Mauern.
Da erschien ihm der Fürst des Heeres Jewes, ein Engelfürst. Und Josua durfte erkennen, dass jener der wahre Feldherr war, der den heiligen Krieg für Jewe führte. Damit war der Sieg Israels garantiert! Ein unermesslicher Zuspruch!
Josua erlebte ebenso wie Abraham unter den Götterbäumen Mamres (1. Mose 18:2) und Mose am brennenden Dornbusch eine göttliche Offenbarung. Fast dieselben Worte, die Mose gehört hatte (2. Mose 3:5), erklangen nun dem Josua (Vers 15).
Das
himmlische Heer übrigens sah der Prophet Elisa (2. Kön.
6:17), und unser Herr Jesus Christus sprach von zwölf Legionen
Engeln, die Sein Vater Ihm bereitstellen könnte (Mat. 26:53).
Kapitel 6
Die Eroberung Jerichos
1
Und Jericho (hatte ihre Tore) verschlossen,
und sie war verschlossen aufgrund des Angesichts der Söhne
Israels; da konnte keiner herausgehen und keiner hineinkommen.
2
Und Jewe sprach zu Josua: Siehe, Ich gab Jericho und ihren König
in deine Hand, die Mächtigen der Heeres.
3
Und ihr umkreist die Stadt, alle Mannen des Streits, einmal rund um
die Stadt; so tust du sechs Tage.
4
Und sieben Priester tragen die sieben Jobel-Schophare angesichts der
Lade. Aber am siebenten Tag umkreist ihr die Stadt siebenmal, und die
Priester stoßen in die Schophare.
5
Und es geschehe: Im Hinziehen (des Blasens) mit dem Jobel-Horn, wenn
ihr den Schall des Schophars hört, dann streitjauchze all das
Volk ein großes Streitjauchzen (jubelndes Feldgeschrei), und
dann wird die Mauer der Stadt an ihrer Stätte fallen, und das
Volk steigt hinauf, jedermann gerade vor sich hin.
6
Und Josua, der Sohn Nuns, rief den Priestern und sprach zu ihnen:
Tragt die Lade des Bundes, und sieben Priester tragen sieben
Jobel-Schophare angesichts der Lade Jewes.
7
Und er sprach zu dem Volk: Geht hinüber und umkreist die Stadt,
und die (zum Heeresdienst) Freigestellten (der Stämme Ruben, Gad
und halb Manasse) gehen angesichts der Lade Jewes hinüber.
8
Und es geschah: Als Josua zu dem Volk gesprochen hatte, da gingen die
sieben Priester, die die sieben Jobel-Schophare trugen, angesichts
Jewes hinüber und stießen in die Schophare, und die Lade
des Bundes Jewes wandelte hinter ihnen.
9
Und die Freigestelltenschaft wandelte vor den Priestern – sie
stießen in die Schophare – und die Heeresansammlung
wandelte hinter der Lade: ein Wandeln und in die Schophare-Stoßen.
10
Aber dem Volk gebot Josua, sprechend: Nicht streitjauchzt ihr, und
nicht lasst ihr eure Stimme hören, und nicht gehe ein Wort aus
eurem Mund heraus bis zu dem Tag, an dem ich zu euch spreche:
Streitjauchzet!, und dann streitjauchzt ihr.
11
Und die Lade Jewes kreiste einmal rund um die Stadt; und sie kamen
zum Lager und nächtigten im Lager.
12
Und Josua stand früh am Morgen auf, und die Priester trugen die
Lade Jewes.
13
Und die sieben Priester, die die sieben Jobel-Schophare angesichts
der Lade Jewes trugen, wandelten, ja wandelten und stießen in
die Schophare, und die Freigestelltenschaft wandelte vor ihnen, und
die Heeresansammlung wandelte hinter der Lade Jewes: ein Wandeln und
in die Schophare-Stoßen.
14
Und sie umkreisten die Stadt am zweiten Tag einmal und kehrten zurück
zum Lager. So taten sie sechs Tage.
15
Und es geschah am siebenten Tag, da standen sie früh auf, als
die Schwarzröte (frühe Morgenröte) aufstieg, und
umkreisten die Stadt gemäß dieser Bestimmung siebenmal;
nur an jenem Tag umkreisten sie die Stadt siebenmal.
16
Und es geschah beim siebenten Mal, da stießen die Priester in
die Schophare. Und Josua sprach zu dem Volk: Streitjauchzet, denn
Jewe gab euch die Stadt.
17
Und die Stadt wird zum Bannenden (zum In-den-Bann-Bringen-den), sie
und alles, was in ihr ist, dem Jewe; nur Rahab, die Hure, bleibe
leben, sie und alle, die samt ihr im Haus sind, denn sie versteckte
die Beauftragten, die wir entsandt hatten.
18
Aber ihr, nur hütet euch vor dem Bannenden, dass ihr es etwa
nicht verbannt und doch von dem Bannenden nehmt und ihr das Lager
Israels in den Bann bringt und es zerrüttet.
19
Und alles Silber und Gold und Geräte aus Kupfer und aus Eisen:
Heiliges ist er für Jewe, zum Schatz Jewes kommt es.
20
Und das Volk streitjauchzte, und sie stießen in die Schophare.
Und es geschah: Als das Volk den Schall des Schophars hörte und
das Volk ein großes Streitjauchzen streitjauchzte, da fiel die
Mauer an ihrer Stätte, und das Volk stieg hinauf gen die Stadt,
jedermann gerade vor sich hin, und sie eroberten die Stadt.
21
Und sie verbannten alles, was in der Stadt
war, vom Mann bis zur Frau, vom Jüngling bis zum Alten, bis zum
Stier und Lamm und Esel durch den Mund (die Schneide) des Schwertes.
...
Wieder
tat Jewe ein Wunder: die Stadtmauer fiel in sich zusammen, welche
physikalischen Kräfte auch immer Er eingesetzt hatte.
Das Maß
der abscheulichen Sünden Jerichos war voll (1. Mose 15:16);
jetzt hatte sie das gerechte Gericht ereilt.
Die Mauer fiel nicht
durch eine militärische Strategie, sondern unter dem Gotteslob
der Schophare durch Glauben. In Hebräer 11:30 steht es
geschrieben: "Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho,
nachdem sie sieben Tage lang umkreist wurden."
Die in dem
Bericht mehrfach auftretende Siebenzahl hat
die symbolische
Bedeutung: Geist, Läuterung, Vollendung. Die Eroberung Jerichos
war ein geistliches, ein göttliches Geschehen.
Ein Schophar
war ein Widderhorn, das zu besonderen Anlässen, zum Beispiel zu
Beginn und Abschluss eines Krieges und zu besonderen Feiern, geblasen
wurde. Jobel ist mit Jubel, wörtlich mit Einholendes im Sinne
von Einsammelndes zu übersetzen. Im Zusammenhang mit Jericho
darf das Einsammeln als das Einnehmen der Stadt verstanden werden.
Die Verschonung Rahabs
22
Und zu den beiden Mannen, die das Land ausspioniert hatten, sprach
Josua: Geht in das Haus der Frau, der Hure, und lasst von dort
herausgehen die Frau und alle, die ihr angehören, so wie ihr es
ihr zugeschworen habt.
23
Da kamen die Jünglinge, die Spione, und veranlassten Rahab und
ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alle, die ihr
angehörten, herauszugehen; und all ihre Sippen veranlassten sie,
herauszugehen und beließen sie außerhalb des Lagers
Israels.
24 Und
die Stadt verbrannten sie im Feuer und alles, was in ihr war; nur das
Silber und das Gold und die kupfernen und eisernen Geräte gaben
sie zum Schatz des Hauses Jewes.
25
Aber Rahab, die Hure, und das Haus ihres Vaters und alle, die ihr
angehörten, ließ Josua leben, und so wohnt sie inmitten
von Israel bis zu diesem Tag, denn sie hatte die Beauftragten
versteckt, die Josua entsandt hatte, um Jericho auszuspionieren.
...
Ein
weiteres Wunder war, dass das in die Stadtmauer eingebaute Haus der
Rahab (Jos. 2:15) nicht zusammengebrochen war. Durch Glauben kam
Rahab, die Hure, nicht mit den Widerspenstigen um, weil sie die
Kundschafter mit Frieden empfing (Heb. 11:31).
Rahab und ihre
Angehörigen wurden nach Fristen der Reinigung in das Volk Israel
eingegliedert, und so kam es, dass diese aufgrund ihres Glaubens in
der Bibel mehrfach hervorgehobene Frau sogar in die Ahnenreihe Jesu
Christi einging (Mat. 1:5).
Verdammung
des die Stadt wieder Erbauenden
26
Und Josua ließ in jener Zeit schwören, sprechend: Verdammt
ist der Mann angesichts Jewes, der aufsteht und diese Stadt Jericho
(wieder) baut; als Gegenwert für seinen Erstgeborenen wird er
sie gründen und als Gegenwert für seinen Geringen (jüngsten
Sohn) ihre Türen aufstellen.
27
Und Jewe war mit Josua, und auf der ganzen Erde horchte man ihm
bezüglich auf.
...
Trotz
der Ankündigung der Verdammung wurde Jericho wieder aufgebaut.
"In seinen Tagen (des Königs Ahab von Israel; 890 - 868 v.
Chr.) baute Chiel, der Betheliter, Jericho wieder auf; als Gegenwert
für Abiram, seinen Erstling, gründete er sie, und
als
Gegenwert für Segib, seinen Geringen, stellte er ihre
Türen auf gemäß dem Wort Jewes, das Er durch die Hand
Josuas, des Sohnes Nuns, geredet hatte“ (1. Kön.
16:34).
Alles Gelingen Josuas – wir kennen den Grund: Jewe
war mit ihm! „Jewe, all unser Tun wirktest Du uns" (Jes.
26:12). Und "wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns
sein?" (Röm. 8:31).
Kapitel
7
Achans Diebstahl und die Folgen
1
Und die Söhne Israels übertraten, ja übertraten
infolge von Bannenden (in Bann Bringendem), und Achan, der Sohn
Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, von der Stabschaft
Juda nahm von dem Bannenden. Und der Zorn Jewes entbrannte
gegen
die Söhne Israels.
2
Und Josua entsandte Mannen von Jericho zur Stadt Ai, die bei Bet-Awen
östlich von Bet-El (liegt), und sprach zu ihnen sprechend:
Steigt hinauf und spioniert das Land aus. Und die Mannen stiegen
hinauf und spionierten die (Stadt) Ai aus.
3
Und sie kehrten zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Nicht
steige all das Volk hinauf; nur etwa 2.000 Mann oder etwa 3.000 Mann
steigen hinauf und schlagen die (Stadt) Ai. Nicht ermüde (mühe
sich) all das Volk, dorthin zu kommen, denn ihrer sind wenige.
4
Da stiegen etwa 3.000 Mann von dem Volk dorthin hinauf, aber sie
flohen angesichts der Mannen der (Stadt) Ai.
5
Und die Mannen der (Stadt) Ai schlugen von ihnen etwa 36 Mann und
verfolgten sie angesichts des Tores bis zu den Steinbrüchen und
schlugen sie am Abhang. Da zerfloss das Herz des Volks und wurde zu
Wasser.
...
Diese
Niederlage nach all den erhebenden Siegen war unfassbar! Die
schreckliche Befürchtung kam auf, dass Jewe etwa von ihnen
gewichen sein könnte. Dies könnte an Vergehungen des Volkes
gelegen haben, schließlich scheiden Sünden zwischen den
Menschen und ihrem Elohim (Jes. 59:2), aber davon war im Moment
nichts bekannt.
Die Stadt Ai war bedeutsam, weil sie den Weg von Gilgal in das Landesinnere beherrschte. Ai hatte rund 12.000 Einwohner (Jos. 8:25), mithin schätzungsweise etwa 4.000 kriegstüchtige Männer.
Josuas
Gebet und Jewes Antwort
6
Und Josua zerlappte seine Gewänder und fiel zur Erde hin auf
sein Angesicht angesichts der Lade Jewes bis zum Abend, er und die
Ältesten Israels, und sie streuten Staub auf ihr Haupt.
7
Und Josua sprach: Ach, Jewe, mein Herr! Warum hast Du dieses Volk
über den Jordan hinübergeführt, ja hinübergeführt,
um uns in die Hand des Amoriters zu geben, uns verloren gehen zu
lassen. Ja, wenn wir doch geneigt (entschlossen) gewesen wären
und nur jenseits des Jordans geblieben wären.
8
Bitte, mein Herr, was soll ich sprechen, nachdem Israel angesichts
seiner Feinde das Genick umgewandt hat?
9
Und hören's der Kanaaniter und alle Bewohner des Landes, so
werden sie uns umkreisen und unseren Namen von der Erde abschneiden.
Und was wirst Du tun für Deinen großen Namen!
10
Und Jewe sprach zu Josua: Steh auf! Warum dies, dass du auf dein
Angesicht fällst?
11
Israel verfehlte, und auch noch übergingen sie Meinen Bund, den
Ich ihnen gebot, und auch noch nahmen sie von dem Bannenden und auch
noch stahlen sie, und auch noch verleugneten sie und auch noch
legten sie's zu ihren Geräten.
12
Und nun werden die Söhne Israels angesichts ihrer Feinde nicht
erstehen (emporkommen) können; das Genick werden sie wenden
angesichts ihrer Feinde, denn sie wurden zum Bannenden. Nicht setze
Ich fort, mit euch zu sein, wenn ihr nicht das Bannende aus eurer
Mitte vertilgt.
13
Steh auf, heilige das Volk. Und du sprichst: Heiligt euch für
morgen, denn so spricht Jewe, der Elohim Israels: Bannendes ist in
deiner Mitte, Israel; nicht kannst du erstehen angesichts deiner
Feinde, bis ihr das Bannende aus eurer Mitte weggenommen habt.
14
Und ihr naht euch am Morgen nach euren Stämmen. Und es geschehe:
Der Stamm, den Jewe (durch das Los) verfangen wird, naht nach den
Sippen; und die Sippe, die Jewe verfangen wird, naht nach den
Häusern, und das Haus, das Jewe verfangen wird, naht nach den
Mächtigen.
15
Und es geschehe: Der infolge der Bannenden Verfangene wird im Feuer
verbrannt, er und alles, was ihm zu eigen ist, denn er überging
den Bund Jewes, denn er tat Verruchtes in Israel.
...
Der
Grund für die Niederlage lag nicht bei Jewe, sondern bei Israel.
Wie konnte ein heiliges Volk nur sündigen? Die Sünde eines
Einzelnen diskreditierte das ganze Volk.
Heidnische Gegenstände
durften in Israel nicht sein. Das in Jericho entwendete Gut hatte das
Volk in den Bann gebracht.
Josua appellierte an den großen
Namen Jewes (Vers 9); wenn die Völker diesen nicht mehr achten,
werden sie auch den Namen Israels auslöschen.
Dann erklärte
Jewe, dass der Schuldige durch das Los ermittelt werden soll (Vers
14). „Im Gewandbausch wird das Los geworfen, aber von Jewe
kommt all sein Rechterweis (Spr. 16:33).
Das Gericht an Achan
16
Und Josua stand früh am Morgen auf, und er ließ Israel
nahen, nach seinen Stämmen; und (durch das Los) wurde der Stamm
Juda verfangen.
17
Und er ließ die Sippen Judas nahen, und (das Los) verfing die
Sippe des Sarchiters; und er ließ die Sippe des Sarchiters
nahen, nach den Mächtigen, und (durch das Los) wurde Sabdi
verfangen.
18 Und
er ließ dessen Haus nahen, nach den Mächtigen, und (durch
das Los) wurde Achan verfangen, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis,
des Sohnes Serachs, vom Stab Juda.
19
Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib doch Herrlichkeit (Ehre)
dem Jewe, dem Elohim Israels, und gib Ihm Dank (Lobpreis), und
berichte mir doch, was du getan hast; nicht verhehle mir's.
20
Und Achan antwortete dem Josua und sprach: Wahrlich, ich verfehlte
gegenüber Jewe, dem Elohim Israels, und gemäß diesem,
ja gemäß diesem, tat ich.
21
Und ich sah inmitten der Beute einen guten Pelz aus Schinar (Babel)
und 200 Schekel Silber und eine Zunge (längliches Bruchstück)
aus Gold, fünfzig Schekel ihr Gewicht, und ich begehrte sie und
nahm sie, und da! Sie sind in der Mitte meines Zeltes im Boden
vergraben, und das Silber unter ihm (dem Pelz).
22
Und Josua entsandte Beauftrage, und sie
liefen zum Zelt, und da! Vergrabenes war in seinem Zelt und das
Silber unter ihm (dem Pelz).
23
Und sie nahmen es aus der Mitte des Zelts und brachten es zu Josua
und zu allen Söhnen Israels und gossen es angesichts Jewes
aus.
24 Und Josua
nahm Achan, den Sohn Serachs, und das Silber und den Pelz und die
goldene Zunge und seine Söhne und seine Töchter und seinen
Stier und seinen Esel und sein Kleinvieh und sein Zelt und alles, was
ihm (zu eigen war), und ganz Israel tat´s mit ihm (Josua), und
sie brachten sie hinauf zur Tiefebene Achor.
25
Und Josua sprach: Was hast du uns zerrüttet! Nun zerrüttet
dich Jewe an diesem Tag. Und ganz Israel überschüttete ihn
mit Gestein, und sie verbrannten sie im Feuer und steinigten sie mit
Steinen.
26 Und
sie ließen ein großes Steingeröll über ihm
erstehen; so ist´s bis zu diesem Tag. Und Jewe ließ ab
vom Entbrennen Seines Zornes. Darum nannte man den Namen jenes Ortes:
Tiefebene Achor (Zerrüttung); so ist's bis zu diesem Tag.
...
Während
des Vorgangs der Auslosung hatte Achan Zeit, seine Sünde zu
bekennen – ob er überhaupt daran dachte? – und um
Gnade zu flehen. Doch erst nach dem Losentscheid gab er alles zu.
Seine Schilderung: „ich sah“, „ich begehrte“
und „nahm“ zeigt, wie wichtig das Gebot: „Du sollst
nicht begehren" (2. Mose 20:17) ist.
Dann wurde das gerechte
Gericht über Achan vollzogen; er und seine Familie, die
Mitwisserin gewesen und somit mitschuldig geworden sein muss, wurden
gesteinigt und verbrannt samt allem, was ihnen zu eigen war. Jetzt
war Israel wieder rein.
Segen und Fluch bezogen stets die ganze
Familie mit ein; so erfuhr im Falle der Rahab nicht nur sie, sondern
ihre ganze Familie Segen.
Kapitel
8
Die Eroberung der Stadt Ai
1
Und Jewe sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und sei nicht
bestürzt! Nimm mit dir alles Kriegsvolk und steh auf, steige
hinauf gen die (Stadt) Ai. Siehe, Ich gab den König von Ai und
sein Volk und seine Stadt und sein Land in deine Hand.
2
Und du tust der (Stadt) Ai und ihrem König, so wie du Jericho
und ihrem König getan hast; nur dürft ihr dort ihre Beute
und ihr Getier für euch plündern. Lege dir Lauerndes (eine
lauernde Einheit, einen Hinterhalt) gegen die Stadt, ja hinter ihr.
3
Da stand Josua auf und alles Kriegsvolk, gegen Ai hinaufzusteigen.
Und Josua erwählte 30.000 Mann, Mächtige des Heeres, und
entsandte sie des Nachts.
4
Und er gebot ihnen, sprechend: Sehet, ihr seid Lauernde der Stadt zu
hinter der Stadt, entfernt euch nicht allzu sehr von der Stadt und
seid bereit, ja ihr alle.
5
Ich aber und all das Volk, das samt mir ist, wir nahen zu der Stadt.
Und es geschehe: So denn sie herausgehen, uns zu begegnen, so wie
anfänglich, so fliehen wir ihnen angesichts.
6
Und sie werden herausgehen hinter uns her, bis wir sie von der Stadt
abgezogen haben, denn sie werden sprechen: Sie fliehen vor uns, so
wie anfänglich; und wir werden ihnen angesichts fliehen.
7.
Und ihr, ihr steht dann aus dem Lauernden auf und entrechtet die
Stadt, und Jewe, euer Elohim, gibt sie in eure Hand.
8
Und es geschehe: Sowie ihr die Stadt angreift, zündet ihr die
Stadt mit Feuer an; gemäß dem Wort Jewes tut ihn. Sehet,
ich gebot es euch.
9
Und Josua entsandte sie, und sie gingen in die Lauerstellung und
waren zwischen Bet-El und Ai. Und Josua nächtigte in jener Nacht
inmitten des Volks.
10
Und Josua stand früh am Morgen auf und bestimmte (musterte) das
Volk. Und er stieg hinauf, er und die Ältesten Israels,
angesichts des Volks gen Ai.
11
Und all das Kriegsvolk, das mit ihm war, sie stiegen hinauf und
(kamen) heran, ja kamen der Stadt gegenwärtig und lagerten
nördlich von Ai, und die Schlucht war zwischen ihnen und Ai.
12
Und er nahm etwa 5.000 Mann und legte sie als Lauerndes zwischen
Bet-El und Ai an die Meerseite (westlich) der Stadt.
13
Und sie legten das Volk fest, ja all das Heerlager, das nördlich
der Stadt war; und er kam westlich der Stadt. Und Josua ging in jener
Nacht in die Mitte der Tiefebene.
14
Und es geschah: Als der König von Ai dies sah, da beeilten sich
die Mannen der Stadt und standen früh auf und gingen hinaus,
Israel zum Streit zu begegnen, er und all sein Volk, zur bezeugten
Zeit, angesichts der Steppe. Er aber, er erkannte nicht, dass ihm
hinter der Stadt ein Lauerndes (ein Hinterhalt) war.
15
Und Josua und ganz Israel ließen sich plagen (scheuchen) ihnen
angesichts und flohen den Weg zur Wildnis.
16
Und all das Volk, das in der Stadt war, wurde wehschreiend
herbeigerufen, (sie) zu verfolgen, hinter ihnen her; und sie
verfolgten hinter Josua her und wurden von der Stadt abgezogen.
17
Und es verblieb keine Mannschaft in Ai und Bet-El, die nicht hinter
Israel her hinausgingen; und sie ließen die Stadt geöffnet
zurück und verfolgten hinter Israel her.
18
Da sprach Jewe zu Josua: Strecke den Wurfspieß, der in Deiner
Hand ist, auf Ai zu aus, denn ich gebe sie in deine Hand. Und Josua
streckte den Wurfspieß, der in seiner Hand war, zur Stadt hin
aus.
19
Und das Lauernde stand schnell auf von seinem Ort, und sie liefen,
als er seine Hand ausstreckte, und kamen in die Stadt und eroberten
sie; und sie waren schnell und zündeten die Stadt mit Feuer
an.
20 Und die
Mannen von Ai wandten sich nach hinten und sahen, und da! Der Rauch
der Stadt stieg hinauf gen die Himmel, und sie konnten beidseitig
nicht gen da oder gen da fliehen, aber das gen die Wildnis fliehende
Volk wandte sich um auf die Verfolger zu.
21
Und als Josua und ganz Israel sahen, dass das Lauernde die Stadt
erobert hatte und dass der Rauch der Stadt hinaufstieg, da kehrten
sie um und schlugen die Mannen von Ai.
22
Und diese (aus dem Hinterhalt) gingen heraus aus der Stadt, ihnen zu
begegnen; und jene waren in der Mitte von Israel, indem diese von
dieser und diese von dieser (anderen Seite kamen); und sie schlugen
sie, ohne dass einer ihm (dem König von Ai) einen Überlebenden
oder einen Entronnenen verbleiben ließ.
23
Und den König von Ai ergriffen sie lebend und brachten ihn zu
Josua.
24 Und es
geschah: Als Israel vervollständigt (zum Abschluss gebracht)
hatte, alle Bewohner von Ai im Gefild der Wildnis umzubringen, in der
sie sie verfolgt hatten, und sie, ja sie alle, gefallen waren durch
den Mund (die Schneide) des Schwertes, bis sie völlig dahin
waren, da kehrte ganz Israel nach Ai zurück und schlugen
sie
durch den Mund des Schwertes.
25
Und es war: All die Gefallenen jenes Tages, vom Mann bis zur Frau,
waren 12.000, alle Mannen von Ai.
26
Und nicht wandte Josua seine Hand um, die er mit dem Wurfspieß
ausgestreckt hatte, bis er alle Bewohner von Ai verbannt (vernichtet)
hatte.
27 Nur das
Getier und die Beute jener Stadt plünderte Israel für sich
gemäß dem Wort Jewes, das Er dem Josua geboten hatte.
28
Und Josua verbrannte die (Stadt) Ai und machte sie für äonisch
zum Abhang (Hügel), ja zur Öde; so ist's bis zu diesem
Tag.
29 Aber den
König der (Stadt) Ai hängte er an einem Baum auf bis zur
Zeit des Abends. Und als die Sonne unterging, gebot Josua, und sie
nahmen seine Leiche vom Baum herab und warfen sie zur Öffnung
des Tores der Stadt und erstellten über ihm ein großes
Geröll von Steinen (einen Steinhaufen); so ist's bis zu diesem
Tag.
...
Und
dies ist genau die Bedeutung des Namens Ai: Schutthaufen.
Bau
eines Altars und Lesung der Tora
30
Damals baute Josua dem Jewe, dem Elohim Israels, einen Altar auf dem
Berg Ebal,
31 so
wie Mose, der Diener Jewes, den Söhnen Israels geboten hatte,
gemäß dem im Schriftstück der Tora (Zielanweisung)
Aufgeschriebenen, einen Altar aus vollkommenen (unbearbeiteten)
Steinen, über die man das Eisen nicht geschwenkt (geschwungen)
hatte. Und sie weihten auf ihm Hinaufzuweihende (Brandopfer) dem Jewe
hinauf und opferten Friedensgaben.
32
Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift der Tora Moses, die
jener angesichts der Söhne Israels geschrieben hatte.
33
Und ganz Israel und seine Ältesten und die Vorsteher und seine
Richter standen diesseits und diesseits der Lade, den Priestern, den
Leviten, gegenüber, gen die die Lade des Bundes Jewes Tragenden,
wie der Gastsasse, so der Eingeborene: die eine Hälfte dem Berg
Garizim zugegen und die andere Hälfte dem Berg Ebal zugegen,
so
wie Mose, der Diener Jewes, das Volk Israel anfänglich zu
segnen geboten hatte.
34
Und danach rief er all die Worte der Tora aus, die Segnung und den
Fluch, gemäß all dem im Schriftstück der Tora
Aufgeschriebenen.
35
Da war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht
ausrief der gesamten Versammlung Israels gegenwärtig und den
Frauen und den kleinen Kindern und dem in ihrer Mitte wandelnden
Gastsassen.
...
Mit
dieser feierlichen Versammlung zu Beginn der Landnahme schwor nun
auch Josua das Volk wieder auf die Tora ein. Mose hatte dies geboten:
„Und es geschehe: So denn Jewe, dein Elohim, dich zu dem Land
bringt, wohin du kommst, es zu errechten, es gibst du die Segnung auf
den Berg Garizim und den Fluch auf den Berg
Ebal" (5. Mose
11:29). Diese Berge liegen bei Sichem, wo auch Abraham einen Altar
gebaut hatte (1. Mose 12:6, 7).
Der Altar musste aus
unbearbeiteten, also von Menschenwerken unberührten Steinen
sein, wie 2. Mose 20:25 sagt: „Wenn du Mir aber einen Altar aus
Steinen machst, baust du sie nicht als Quader (mithin behauen); so du
denn dein Schwert über ihn geschwenkt hast, so hast du ihn (den
Stein) entheiligt! Wir dürfen annehmen
dass nicht nur die
zehn Gebote auf die Steine geschrieben wurden, sondern noch weitere
wichtige Teile des Gesetzes des Mose.
Was sich dann vor dem ganzen
Volk abspielte, wird uns in 5. Mose
27:11 - 13 geschildert: „Und Mose gebot dem Volk an jenem Tag,
sprechend: Diese stellen sich auf dem Berg Garizim auf, um das Volk
zu segnen, wenn ihr über den Jordan gegangen seid: Simeon und
Levi und Juda und Issakar und Joseph und Benjamin. Und diese stellen
sich auf dem Berg Ebal auf, wider den Fluch: Ruben, Gad und Ascher
und Sebulon, Dan und Naphtali." Die Segnungen für den Fall
des Gehorsams und der Fluch im Falle der Untreue sind in 5. Mose 28:2
- 14 und 15 - 68 im Einzelnen verzeichnet.
Die Gastsassen sind in
alles einbezogen, wie zum Beispiel Rahab und ihre Familie und die
Keniter. "Und die Söhne des Keniters, des Schwagers Moses,
waren samt den Söhnen Judas aus der Palmenstadt (Jericho)
hinaufgestiegen zur Wildnis Juda, die südlich von Arad (liegt);
und er (der Keniter, d.h. alle Keniter) ging hin und wohnte samt dem
Volk" (Ri. 1:16).
Allen war nach dieser großen Feier
und der Verlesung der Tora klar, dass ihr weiteres Wohlergehen von
ihrer Haltung zum Gesetz abhing.
Kapitel
9
Wie sich die Gibeoniter retteten
1
Und es geschah: Als all die Könige es hörten, die jenseits
des Jordans waren, im Bergigen und in der Niederung und in jedem
Hafen des großen Meeres, dem Libanon zugegen, der Hetiter und
der Amoriter, der Kanaaniter, der Perisiter, der Hiwiter und der
Jebusiter,
2 da
scharten sie sich zusammen, um vereint mit Josua und mit Israel zu
streiten.
3 Und
die Bewohner Gibeons hörten, was Josua der (Stadt) Jericho und
der (Stadt) Ai getan hatte.
4
Da handelten sie, auch noch sie, mit List und gingen und gaben sich
als Dringliche (Boten mit dringlichem Auftrag) aus. Und sie nahmen
vernützte Säcke für ihre Esel und vernützte und
zerspaltene (rissige) und (gegen Bersten) umbundene Weinschläuche;
5
und vernützte und fleckige Sandalen waren an ihren Füßen
und vernützte Tücher auf ihnen; und alles Brot ihrer
Zehrung, es war ausgetrocknet, ja zu Bröseln geworden.
6
Und sie gingen zu Josua zu dem Lager gen die (Stadt) Gilgal und
sprachen zu ihm und zur Mannschaft Israels: Aus fernem Land kommen
wir, und nun, schneidet mit uns einen Bund!
7
Und die Mannschaft Israels sprach zu dem Hiwiter: Vielleicht wohnst
du in meiner Mitte, wie also sollte ich dir einen Bund schneiden?
8
Und sie sprachen zu Josua: Deine Diener sind wir. Und Josua sprach zu
ihnen: Wer seid ihr und woher kommt ihr?
9
Und sie sprachen zu ihm: Aus sehr fernem Land kommen deine Diener zum
Namen Jewes, deines Elohims, hin, denn wir hörten die Kunde von
Ihm und allen, was Er in Ägypten tat,
10
und alles, was Er den beiden Königen des Amoriters getan hat,
die jenseits des Jordans waren, dem Sichon, dem König Hesbons,
und dem Og, dem König von Basan, der in Aschtarot war.
11
Da sprachen unsere Ältesten zu uns und alle Bewohner unseres
Landes, sprechend: Nehmt Speise in eure Hand für den Weg, und
gehet, ihnen zu begegnen, und ihr sprecht zu ihnen: Eure Diener sind
wir, und nun schneidet uns einen Bund.
12
Dieses unser Brot, erhitzt packten wir es ein aus unseren Häusern
am Tag unseres Hinausgehens, um zu euch zu gehen; und nun, da! Es
trocknete aus und wurde zu Bröseln.
13
Und diese Schläuche des Weins, die wir
als neue füllten, und da! Sie wurden rissig. Und diese unsere
Tücher und unsere Sandalen vernützten sich aufgrund des
überaus langen Weges.
14
Und die Mannen (Israels) nahmen (prüfend) von deren Speise, aber
den Mund (Bescheid) Jewes erfragten sie nicht.
15
Und Josua machte mit ihnen Frieden und schnitt ihnen einen Bund, sie
am Leben zu erhalten, und die Würdenträger der Zeugenschar
schworen ihnen.
16
Und es geschah am Ende von drei Tagen, nachdem sie ihnen einen Bund
geschnitten hatten, da hörten sie, ja das Volk, dass jene ihm
Nahe waren und sie in ihrer Mitte wohnten.
17
Und die Söhne Israels zogen weiter und kamen am dritten Tag zu
ihren Städten; und ihre Städte waren Gibeon und Kephira und
Beerot und Kirjat Jearim.
18 Und
die Söhne Israels erschlugen sie nicht, denn die Würdenträger
der Zeugenschar hatten ihnen bei Jewe, dem Elohim Israels,
geschworen. Da murrte die ganze Zeugenschar wider die
Würdenträger.
19
Und all die Würdenträger sprachen zur ganzen Zeugenschar:
Wir, wir schworen ihnen bei Jewe, dem Elohim Israels, und nun, nicht
können wir sie berühren.
20
Dies tun wir ihnen und lassen sie leben, sodass nicht Grimm wider uns
ersteht aufgrund des Schwurs, den wir ihnen schwuren.
21
Und die Würdenträger sprachen zu ihnen: Sie bleiben leben!
Und sie wurden Baumfäller und Wasserschöpfer für die
ganze Zeugenschar, so wie die Würdenträger sie betreffend
geredet hatten.
22
Und Josua rief sie und redete zu ihnen, sprechend: Warum habt ihr uns
betrogen, sprechend: Sehr Ferne sind wir von euch!, und doch wohnt
ihr in unserer Mitte.
23
Und nun, Verdammte seid ihr, und nicht werde abgeschnitten aus euch
der Diener und die Baumfäller und die Wasserschöpfer für
das Haus meines Elohims.
24
Und sie antworteten dem Josua und sprachen: So denn ist´s:
Berichtet, ja berichtet wurde deinen Dienern, was Jewe, dein Elohim,
Seinem Diener Mose gebot, euch all das Land zu geben und alle
Bewohner des Landes zu vertilgen, weg von eurem Angesicht. Da
fürchteten wir uns überaus bezüglich unserer Seelen
aufgrund
eures Angesichts und taten diese Sache.
25
Und nun, da! Wir sind in deiner Hand; gemäß dem Guten und
gemäß dem in deinen Augen Geraden, uns zu tun, tue.
26
Und er tat ihnen so, und er barg sie, weg von der Hand der Söhne
Israels, und sie brachten sie nicht um.
27
Und Josua gab sie an jenem Tag als
Baumfäller und Wasserschöpfer für die Zeugenschar und
für den Altar Jewes bis zu diesem Tag, jeweils zu dem Ort,
welchen Er erwählen wird.
...
Die Völker Kanaans fassten wieder Mut und vereinigten sich zum gemeinsamen Kampf gegen Israels (Verse 1 + 2); über die Schlachten wird in den Kapiteln 10 und 11 berichtet.
Die Gibeoniter aber suchten auf eine andere Weise zu überleben: Sie griffen zu einer List (Vers 4), wohl weil sie gehört hatten, dass Mose nur die Vernichtung der Völker Kanaans geboten hatte, nicht aber ferner Völker (5. Mose 20: 12 - 16).
Die Führungskräfte Israels ließen sich überzeugen, obwohl die Unbekannten kein Beglaubigungsschreiben ihres Königs vorgelegt, sondern als Beweis für ihre Behauptung nur vergammelte Dinge vorzuweisen hatten. Der Fall schien klar zu sein, sodass man nicht auf den Gedanken kam, Jewe zu befragen (Vers 14). Handeln wir nicht oft ebenfalls so, einfach nach unserem Urteilsvermögen, ohne nachzuschlagen, was unser Herr, Christus Jesus, durch Paulus der jetzigen Gemeinde zur gegenwärtigen Zeit sagt?
Der Hohepriester hätte die Wahrheit sofort ans Licht bringen können, indem er die Urim („Erlichtungen; Ja!) und die Tumim („Vollendungen“; Nein!), die beiden (womöglich jeweils aufleuchtenden) Edelsteingruppen in seinem Ephod (Umbund mit Brustschild), befragte (2. Mose 28:30; 4. Mose 27:21; 1. Sam. 30:7, 8).
Nach
drei Tagen entdeckte Israel die Städte der Gibeoniter,
südwestlich von Ai gelegen. Eine falsche Zunge besteht nicht
lange (Spr. 12:19). Das Volk wollte die Betrüger erschlagen, die
Würdenträger Israels aber sahen sich an ihren Schwur
gebunden.
So wurden die Gibeoniter verdammt, und zwar zu
dauernder Knechtschaft (Vers 23). Dies wurde ihnen in ihrer
bereitwilligen Unterordnung gleichwohl zum Segen, da sie am Hause
Jewes dienen durften, welchen Ort dafür Jewe auch immer erwählen
würde (Vers 27; 5. Mose 12:5, 11). Jewe stand kurz darauf den
bedrängten Gibeonitern, deren Gebiet wie ein Keil zwischen den
verbündeten kanaanitischen Staaten war, sogar bei und tat dabei
zwei gewaltige Wunder (Jos. 10:1 - 10 und 11 - 14).
Josua kommt der bedrängten Stadt Gibeon zu Hilfe
1
Und es geschah: Als Adoni-Zedek, der König Jerusalems, hörte,
dass Josua die (Stadt) Ai erobert und sie verbannt hatte – denn
so wie er der (Stadt) Jericho und ihrem König getan hatte,
ebenso tat er der (Stadt) Ai und ihrem König –, und dass
die Bewohner Gibeons mit Israel Frieden gemacht hatten und (nun) in
ihrer Mitte waren,
2
da fürchteten sie sich überaus; denn Gibeon war eine große
Stadt wie eine der Städte des Königreichs, und sie war
größer als die (Stadt) Ai, und all ihre Mannen waren
Mächtige (Tüchtige, Wehrhafte).
3
Und Adoni-Zedek, der König Jerusalems, entsandte zu Hoham, dem
König Hebrons, und zu Piram, dem König Jarmuts, und zu
Japhia, dem König Lachischs, und zu Debir, dem König
Eglons, sprechend:
4
Steigt herauf zu mir und helft mir, sodass wir Gibeon schlagen, denn
sie machte Frieden mit Josua und mit den Söhnen Israels.
5
Da versammelten sich und stiegen hinauf die fünf Könige des
Amoriters: der König Jerusalems, der König Hebrons, der
König Jarmuts, der König Lachischs, der König Eglons,
sie und all ihr Heerlager; und sie lagerten wider Gibeon und stritten
wider sie.
6 Und
die Mannen Gibeons entsandten zu Josua zu dem Lager gen die (Stadt)
Gilgal, sprechend: Dass deine Hände nicht erschlaffen, weg von
deinen Dienern; steige schnell herauf zu uns und rette uns und hilf
uns, denn wider uns scharten sich zusammen alle Könige des
Amoriters, die Bewohner des Berglands.
7
Und Josua stieg hinauf von der (Stadt) Gilgal, er und alles
Kriegsvolk mit ihm und alle Mächtigen des Heeres.
8
Und Jewe sprach zu Josua: Fürchte (dich) nicht vor ihnen, denn
ich gab sie in deine Hand; niemand von ihnen wird gegen dein
Angesicht bestehen.
9
Und Josua kam zu ihnen, urplötzlich; die ganze Nacht war er von
der Gilgal her hinaufgestiegen.
10
Und Jewe tummelte (scheuchte) sie (die Amoriter) angesichts Israels
hin. Und Er schlug sie mit einem großen Schlag bei der (Stadt)
Gibeon und verfolgte sie den Weg gen den Aufstieg gen Bet Choron und
schlug sie bis Aseka und bis Makeda.
...
Es
geschah, wie es geschrieben steht: „Nicht mit ihrem Schwert
errechteten sie das Land, und nicht ihr Arm rettete sie, sondern
Deine Rechte und Dein Arm und das Licht Deines Angesichts, denn Du
hattest Wohlgefallen an ihnen" (Ps. 44:4; 5. Mose 20:4).
Der Steinhagel und der Stillstand der Sonne
11
Und es geschah bei ihrem Fliehen weg vom Angesicht Israels –
sie waren am Abstieg (Abhang) von Bet Choron –, da warf Jewe
große Steine auf sie von den Himmeln her, bis Aseka, und sie
starben. Viele waren's, die infolge des Steinhagels starben, mehr als
jene, die die Söhne Israels mit dem Schwert umbrachten.
12
Damals redete Josua zu Jewe, an dem Tag, da Jewe den Amoriter
dahingab angesichts der Söhne Israels, und er sprach zu Augen
Israels: „Sonne, in Gibeon stehe still, und Mond, in der
Tiefebene Ajalon!“
13
Und die Sonne stand still, und der Mond stand, bis die Nation an
ihren Feinden Rache genommen hatte – ist dies nicht
aufgeschrieben im Schriftstück des Geraden? –, und die
Sonne stand in der Mitte der Himmel, und sie war nicht schleunig
unterzugehen etwa einen ganzen Tag.
14
Und nicht geschah solches (wieder), wie an jenem Tag zu ersehen war,
weder vor ihm noch nach ihm, dass Jewe auf die Stimme eines Mannes
hörte, denn Jewe war der für Israel Streitende.
15
Und Josua kehrte zurück und ganz Israel mit ihm zu dem Lager gen
die (Stadt) Gilgal.
16
Und diese fünf Könige flohen und versteckten sich in einer
Höhle bei der (Stadt) Makeda.
...
Drei
Machttaten, drei gewaltige Wunder tat Jewe:
-
Er veranlasste den Meteoritenhagel zur rechten Zeit und am rechten
Ort;
- Er hieß Sonne und Mond stillstehen;
- Er gab den
Kriegern Israels Kraft und Ausdauer für die 6 Stunden vom Morgen
bis zum Mittag, für die fast 24 Stunden des Stillstands der
Sonne und des Mondes und für die 6 Stunden des Sonnenuntergangs
vom Mittag bis zum Abend. Die Kräfte des zukünftigen Äons
(Hebr. 6:5) wirkten in den Kämpfern. Es ist durchaus erlaubt zu
denken, dass die Erde stillstand; aus der Sicht und in der
Ausdrucksweise der Menschen aber standen Sonne und Mond still. Wir
sagen ja auch: „Die Sonne geht unter", obwohl dies gar
nicht stimmt. Die Positionen der Sonne und der Stadt Gibeon
zueinander blieben fast einen ganzen Tag lang unverändert,
ebenso die Positionen des Mondes und der Tiefebene Ajalon
zueinander.
Auf diese Weise hatte Israel die Zeit, seine Feinde
bei Tageslicht wirklich restlos zu vernichten.
Der
Lobpreis sei unserem großen und herrlichen und
allmächtigen
Gott!
Wenn Jewe spricht, dann läuft die
Sonnenuhr rückwärts, wie zur Zeit des erkrankten Königs
Hiskia von Juda im Jahr 714 v. Chr. geschehen (2. Kön. 20:8 -
11; Jes. 38:8). Ja, „bei Gott sind alle Dinge möglich"
(Mat. 19:26).
Was ist das „Schriftstück des Geraden“, allgemein „Buch des Redlichen“ genannt? Ein nicht erhaltenes dichterisches Werk.
Sonne und Mond waren übrigens Hauptgötter der Kanaaniter; jene mussten dem wahren Gott gehorchen und waren somit nun entthront.
Der
Tod der fünf Könige
17
Und dem Josua wurde berichtet, sprechend: Gefunden wurden die fünf
Könige, versteckt in einer Höhle bei der (Stadt) Makeda.
18
Und Josua sprach: Wälzt große Steine zur Mündung der
Höhle und bestimmt Mannen über sie (die Höhle), sie zu
hüten.
19
Ihr aber, bleibt nicht stehen! Verfolgt hinter euren Feinden her! Und
ihr schlagt ihre Nachzügler, nicht gebt ihr ihnen, zu ihren
Städten zu kommen, denn Jewe, euer Elohim, gab sie in eure
Hand.
20 Und es
geschah: Als Josua und die Söhne Israels sie zu schlagen
vervollständigt hatten mit einem überaus großen
Schlag, bis sie ganz dahin waren – aber die Überlebenden,
die von ihnen überlebten, kamen zu den befestigten Städten
,
21 da kehrte
all das Volk zurück zum Lager zu Josua gen Makeda im Frieden;
nicht spitzte einer seine Zunge gegen die Söhne Israels, ja
gegen jemanden.
22
Und Josua sprach: Öffnet die Mündung der Höhle, und
führt diese fünf Könige zu mir heraus aus der
Höhle.
23
Und sie taten so und führten diese fünf Könige aus der
Höhle zu ihm heraus: den König Jerusalems, den König
Hebrons, den König Jarmuts, den König Lachischs, den König
Eglons.
24 Und es
geschah: Als sie diese Könige zu Josua herausgeführt
hatten, da rief Josua all der Mannschaft Israels und sprach zu den
Anführern, den Mannen des Streits, denen, die mit ihm wandelten:
Nahet, setzt eure Füße auf die Hälse dieser Könige.
Da nahten sie und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
25
Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet (euch) nicht und werdet
nicht bestürzt, habt Halt und seid gefestigt, denn so wird Jewe
all euren Feinden tun, (gegen) die ihr streitet.
26
Und Josua erschlug sie danach also und tötete sie und hängte
sie an fünf Bäumen auf; und sie hängten an den Bäumen
bis zum Abend.
27 Und es geschah zur Zeit des Untergangs der Sonne, da gebot Josua und (man nahm) sie von den Bäumen herab und warf sie in die Höhle, wo sie sich versteckt hatten. Und man legte große Steine auf die Mündung der Höhle, so ist's bis zu eben diesem Tag.
...
Das
Gericht über die Könige war nicht vordringlich. Vorher noch
mussten auch die letzten Feinde, die Nachzügler, geschlagen
werden. Wenige von ihnen konnten sich in die befestigten Stätte
retten.
Leichname durften nicht über Nacht hängen bleiben, damit das Land nicht verunreinigt würde (5. Mose 21:23).
Die Eroberung des Südteils von Kanaan
28
Und Josua eroberte Makeda an jenem Tag und schlug die Stadt mit dem
Mund des Schwertes und ihren König: Er verbannte sie alle und
alle Seelen, die in ihr waren, nicht ließ er einen Überlebenden
verbleiben; und er tat dem König Makedas so wie er dem König
Jerichos getan hatte.
29
Und Josua ging hinüber und ganz Israel mit ihm von Makeda nach
Libna; und er stritt gegen Libna.
30
Und Josua gab auch noch sie und ihren König in die Hand Israels.
Und Josua schlug sie mit dem Mund des Schwertes und all die Seelen,
die in ihr waren, nicht ließ er in ihr einen Überlebenden
verbleiben; und er tat ihrem König so wie er dem König
Jerichos getan hatte.
31
Und Josua ging hinüber und ganz Israel mit ihm von Libna nach
Lachisch; und er lagerte wider sie und stritt gegen sie.
32
Und Jewe gab Lachisch in die Hand Israels;
und er eroberte sie am zweiten Tag und schlug sie mit dem Mund des
Schwertes und all die Seelen, die in ihr waren, gemäß
allem, was er der (Stadt) Libna getan hatte.
33
Damals stieg Horam, der König Gesers, hinauf, um Lachisch zu
helfen. Und Josua schlug ihn und sein Volk, ohne dass er ihm einen
Überlebenden verbleiben ließ.
34
Und Josua ging hinüber und ganz Israel mit ihm von Lachisch nach
Eglon; und sie lagerten wider sie und stritten wider sie
35
und eroberten sie an jenem Tag und schlugen sie mit dem Mund des
Schwerts, und all die Seelen, die in ihr waren, verbannte er an jenem
Tag gemäß allen, was er der (Stadt) Lachisch getan
hatte.
36 Und
Josua stieg hinauf und ganz Israel mit ihm von Eglon nach Hebron; und
sie stritten wider sie
37
und eroberten sie und schlugen sie mit dem Mund des Schwertes und
ihren König und all ihre Städte und all die Seelen, die in
ihr waren; nicht ließ er einen Überlebenden verbleiben
gemäß allem, was er der (Stadt) Eglon getan hatte; und er
verbannte sie und all die Seelen, die in ihr waren.
38
Und Josua kehrte um und ganz Israel mit ihm gen Debir; und er stritt
wider sie
39 und
eroberte sie und ihren König und all ihre Städte; und sie
schlugen sie mit dem Mund des Schwertes und verbannten all die
Seelen, die in ihr waren, nicht ließ er einen Überlebenden
verbleiben; so wie er der Hebron getan, so tat er der Debir und ihrem
König, und so wie er der Libna getan und ihrem König.
40
Und so schlug Josua all das Land, das Bergland und den Negev (das
Land im Süden Israels) und die Niederung und die Hänge und
all ihre Könige, nicht ließ er einen Überlebenden
verbleiben; und allen Hauch (alle Lebenshauchhabende) verbannte er,
so wie Jewe, der Elohim Israels, geboten hatte.
41
Und Josua schlug sie von Kadesch Barnea bis Gaza und all das Land
(der Stadt) Goschen bis Gibeon.
42
Und all diese Könige und ihr Land eroberte Josua mit einem
Mal, denn Jewe, der Elohim Israels, war der für Israel
Streitende.
43
Und Josua kehrte zurück und ganz Israel mit ihm zum Lager nach
Gilgal.
...
Jewe
war es, der dem Josua mit diesem siegreichen Blitzkrieg gegeben
hatte, den Südteil Kanaans zu erobern. Die Verheißung
wurde Wirklichkeit: Israel besaß jenes Land, wenn auch die
Besiedelung nur schrittweise erfolgen konnte. Es verbleiben
allerdings noch einzelne Landstücke: so wurde Jerusalem erst im
Jahr 1018
v. Chr. von König David erobert (2. Sam. 5:7).
Einst hatte Jewe die ganze Menschheit außer Noah und seiner Familie ausgerottet; es steht Ihm zu, Gesicht zu üben und zu töten, denn Er macht wieder lebendig (5. Mose 32:39).
Kapitel 11
Eroberung des Nordteils von Kanaan
1
Und es geschah: Als Jabin, der König Hazors, es hörte, da
entsandte er zu Jobab, den König Madons, und zu dem König
Schimrons und zu dem König Achschaphs
2
und zu den Königen, die im Norden im
Bergland waren und in der Steppe im Süden von Kinerot
(Genezaret) und in der Niederung und in den Opferstätten Dors an
der Meerseite,
3
zu dem Kanaaniter, gen Sonnenaufgang und gen der Meerseite, und dem
Amoriter und dem Hetiter und dem Perisiter und dem Jebusiter im
Bergland und dem Hiwiter unten am Hermon im Land des Mizpa.
4
Und sie zogen aus, sie und all ihre Heerlager mit ihnen, viel Volk,
wie der Sand, der am Gestade des Meeres ist, eine (große)
Menge, und überaus viele Rosse und Wagen.
5
Und all diese Könige wurden aufgefordert zu kommen, und sie
kamen und lagerten vereint bei den Wassern Meroms, um gegen Israel zu
streiten.
6 Da
sprach Jewe zu Josua: Fürchte (dich) nicht aufgrund ihres
Angesichts, denn morgen um diese Zeit gebe ich sie alle als
Durchbohrte (Erstochene, Erschlagene) angesichts Israels; ihre Rosse
verstümmelst (lähmst) du, und ihre Wagen verbrennst du im
Feuer.
7 Und
Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kam über sie gegenüber
den Wassern Meroms, urplötzlich, und sie fielen sie an.
8
Und Jewe gab sie in die Hand Israels und sie schlugen sie und
verfolgten sie bis zu der großer (Stadt) Sidon und bis
Misrephot Majim und bis zum Tal Mizpa im Osten. Und sie schlugen sie,
ohne dass Josua ihnen einen Überlebenden verbleiben ließ.
9
Und Josua tat ihnen so wie Jewe zu ihm gesprochen hatte: ihre Rosse
verstümmelte (lähmte) er, und ihre Wagen verbrannte er im
Feuer.
10 Und
Josua kehrte in jener Zeit um und eroberte Chazor, und ihren König
erschlug er mit dem Schwert, denn Chazor, sie war vordem die
Hauptstadt all dieser Königreiche.
11
Und sie erschlugen all die Seelen, die in ihr waren, mit dem Mund des
Schwertes, sie verbannend, nicht wurde irgendein Lebenshauch übrig
gelassen; aber Chazor verbrannte er im Feuer.
12
Und all die Städte dieser Könige und all ihre Könige
eroberte Josua und schlug sie mit dem Mund des Schwertes, ja er
verbannte sie, so wie Mose, der Diener Jewes, geboten hatte.
13
Nur all die auf ihrem Abhang stehenden Städte, sie verbrannte
Israel nicht, außer Chazor, sie allein verbrannte Josua.
14
Und alle Beute dieser Städte und das Getier plünderten die
Söhne Israels für sich; nur all die Menschen erschlugen sie
mit dem Mund des Schwerts, bis sie sie vertilgt hatten, nicht ließen
sie irgendeinen Lebenshauch verbleiben.
15
So wie Jewe Seinem Diener Mose geboten hatte, also hatte Mose dem
Josua geboten, und so tat Josua; er kehrte sicht nicht ab von einem
Wort von allem, was Jewe dem Mose geboten hatte.
16
Und so nahm Josua das ganze Land ein, das Bergland und all den Süden
und all das Land der (Stadt) Goschen und die Niederung und die Steppe
und das Bergige Israels und seine (Israels) Niederung.
17
Von dem kahlen Bergigen, das gen Seir aufsteigt, bis Baal Gad im Tal
des Libanon unter am Bergigen des Hermons, und all ihre Könige
fing er und schlug sie und tötete sie.
18
Viele Tage führte Josua Streit gegen all diese Könige.
19
Es gab keine Stadt, die Frieden mit den Söhnen Israels machte,
ausgenommen der Hiwiter, die Bewohner Gibeons; die anderen alle
nahmen sie im Streit ein.
20
Denn von Jewe war es, dass sie ihrem Herzen Halt gaben, Israel im
Streit zu begegnen, um sie zu verbannen ohne Gnade für sie; denn
(es ging darum), sie zu vertilgen, so wie Jewe dem Mose geboten
hatte.
21 Und
Josua kam in jener Zeit und schnitt ab (entfernte gewaltsam) die
Anakiter von dem Bergigen, von Hebron, von Debir, von Anab und von
allem Bergigen Judas und von allem Bergigen Israels; mit ihren
Städten verbannte sie Josua.
22
Nicht einer von den Anakitern wurde im Land der Söhne Israels
übrig gelassen, nur in Gaza, in Gat und in Aschdod verblieben
sie.
23 Und so
nahm Josua das ganze Land ein gemäß allem, was Jewe zu
Mose geredet hatte, und Josua gab es Israel als Losteil gemäß
der Verteilung auf ihre Stämme. Und das Land hatte Muße,
weg vom Streit.
...
Ein
gewaltiges Heer hatte sich bei Merom etwa 15 km westlich vom Jordan
zwischen Hule-See und See Genezaret gegen Israel versammelt (Vers 4).
Ganz gewiss bedurfte Josua jetzt diesbezüglich des besonderen
göttlichen Zuspruchs: „Fürchte dich nicht!“(Vers
6).
Seine Taktik war, die Feinde im Lager anzugreifen (Vers 7).
Jewe gab ihm den Sieg.
Die sehr bedeutende Stadt Chazor (Verse 1,
10, 11, 13) zerstörte Josua, allen Kanaanitern zum Zeichen, dass
es ihnen ebenso ergehen könne.
Die Pferde zu lähmen,
ihnen die Fußsehnen durchzuschneiden, und die kriegswichtigen
Streitwagen zu verbrennen (Verse 6 + 9), ist nur im Einklang damit zu
verstehen, dass Israel sich nicht auf Rosse und Wagen verlassen
sollte, sondern auf Jewe (5. Mose 17:16; Jes. 31:1; Sach. 4:6; Ps.
20:7, 8).
Zu den Anakitern (Verse 21 + 22) sei kurz angemerkt, dass sie sehr hochgewachsene Menschen waren. Einst hatten sie die Kundschafter Israels in großen Schrecken versetzt (4. Mose 13:33; 5. Mose 9:2). In Gat verblieben welche; Goliat stammte von dort (1. Sam. 17).
Schließlich
aber war Israel im Besitz des ganzen Landes (Verse 16 + 23), wenn
auch noch manche Gebiete, die allerdings keine Macht mehr hatten,
nicht eingenommen waren (Jos. 13:1 - 6). Diese zu besetzen, war
Aufgabe der einzelnen Stämme nach
der Verlosung des
Landes.
Frieden herrschte nun, und Israel konnte in Ruhe mit der
Besiedlung beginnen.
Kapitel
12
Die von Mose besiegten Könige Sichon und Og
1
Und dies waren die Könige des Landes, die von den Söhnen
Israels erschlagen wurden; und sie errechteten ihr Land jenseits des
Jordans gen Aufgang der Sonne, vom Bach Arnon bis zum Bergigen des
Hermons und all die Steppe gen Osten:
2
Sichon, der König des Amoriters, thronte in Hesbon (und war) der
Herrscher von (der Stadt) Aroer an, die am Ufer des Bachs Arnon
(liegt), und zwar von der Mitte des Bachs an und über die Hälfte
von Gilead bis zum Bach Jabok, der Grenze der Söhne Amons,
3
und über die Steppe bis zum Meer Kinerot (See Genezaret),
ostwärts, und bis zum Meer der Steppe, dem Salzmeer, ostwärts,
den Weg gen Bet Hajeschimot und an der rechten Seite unten an den
Hängen des (Berges) Pisga.
4
Und das Gebiet Ogs, des Königs von Basan, der vom Überrest
der Rephaim, er, der in Aschtarot Wohnende und in Edrei,
5
und er war Herrscher im Bergigen des Hermons
und über Salcha und in all dem Basan bis zur Grenze des
Geschuriters und des Maachiters und über die Hälfte des
Gileads bis zur Grenze Sichons, des Königs Hesbons.
6
Mose, der Diener Jewes, und die Söhne Israels erschlugen sie,
und Mose, der Diener Jewes, gab es (das Land) als Errechtetes
(rechtmäßig übernommenen Besitz) dem Rubeniter und
dem Gaditer und der Hälfte des Stammes des Manasse.
...
Der Vollständigkeit halber wird hier die in 4. Mose 21:21 - 35 und 5. Mose 2:24 - 3:11 berichtete, bereits im Jahr 1421 v. Chr. erfolgte Eroberung des Ostjordanlands nochmals angeführt.
Die Rephaim (Vers 4) waren ein Volk, zu dem auch die Anakitergehörten.
Liste der von Josua besiegten Könige
7
Und dies waren die Könige des Landes, die von Josua und den
Söhnen Israels erschlagen wurden jenseits des Jordans, meerwärts
von Baal Gad im Tal des Libanons bis zu dem kahlen Bergigen, das gen
Seir aufsteigt. Und Josua gab es den Stämmen Israels als
Errechtetes gemäß der Verlosung
8
im Bergigen und in der Niederung und in der Steppe und an den Hängen
und in der Wildnis und im Süden (im Negev), das des Hetiters,
des Amoriters und des Kanaaniters, des Perisiters, des Hiwiters und
des Jebusiters:
9
Der König Jerichos: ein König; der König der (Stadt)
Ai, die an der Seite von Bet-El (liegt): einer;
10
der König Jerusalems: einer; der König Hebrons: einer;
11
der König Jarmuts: einer; der König Lachischs: einer;
12
der König Eglons: einer; der König Gesers: einer,
13
der König Debirs: einer; der König Geders: einer;
14
der König Chormas: einer; der König Arads: einer;
15
der König Libnas: einer; da König Adulams: einer,
16
der König Makedas: einer; der König Bet-Els: einer;
17
der König Tapuachs: einer; der König Chephers: einer;
18
der König Apheks: einer; der König von Scharon: einer;
19
der König Madons: einer; der König
Chazors: einer;
20
der König Schimron Meroons: einer; der König Achschaphs:
einer,
21 der
König Tanachs: einer; der König Megidos: einer;
22
der König Kedeschs: einer; der König Joknoams vom Karmel:
einer;
23 der
König Dors, von der Opferstätte Dor: einer; der König
Gojims im (Gebiet) Gilgal: einer;
24
der König Tirzas: einer; alle Könige zusammen:
einunddreißig.
...
Diese
Könige würden wir heutzutage als Stadtoberhäupter
bezeichnen. Die Kleinstaaterei erleichterte selbstverständlich
die Eroberung.
Israel, das Volk, mit dem Gott noch Großes vorhatte und vorhat, wohnte nun in seinem Land.
Kapitel
13
Die noch nicht eroberten Teile des Landes
1
Und Josua war alt, ja hochbetagt, und Jewe sprach zu ihm: Du, du bist
alt, ja hochbetagt, und es verblieb eine große Menge Landes, es
zu errechten.
2
Dies ist das verbleibende Land: alle Bezirke der Philister und alles
des Geschuriters;
3
von dem (Strom) Schichor (vmtl. ein östlicher Nilarm), der
angesichts Ägyptens (fließt), bis zur Grenze Ekrons,
nordwärts – dem Kanaaniter wird es zugerechnet –,
die fünf Fürsten der Philister sind's: der des Gazatiters
und des Aschdoditers, des Aschkeloniters, des Gititers und des
Ekroniters und der der Awimiter.
4 An
der rechten (Seite) (gegen Süden) ist es alles Land des
Kanaaniters und Meara, das den Sidoniern (zu eigen ist), bis gen
Aphek, bis zur Grenze des Amoriters;
5
und das Land des Gibliters und all der Libanon, gen Aufgang der
Sonne, von Baal Gad unten am Bergigen des Hermons bis wenn man gen
Chamat kommt;
6
alle Bewohner des Berglands sind's, vom Libanon bis Misrephot Majim,
alle Sidonier. Ich, ja Ich werde sie entrechten, weg vom Angesicht
der Söhne Israels; nur lasse es Israel als Losteil zufallen, so
wie Ich dir gebot.
7
Und nun verteile dieses Land als Losteil den neun Stämmen und
der Hälfte des Stammes Manasse.
...
Die
Landnahme Josuas war nur ein Anfang. Dies war die Lebensaufgabe
Josuas, doch nicht nur dies, sondern nun auch die Zulosung des Landes
an die Stämme.
Das Losteil östlich des Jordans
8
Mit ihm (Manasse) nahmen der Rubeniter und der Gaditer ihr Losteil
ein, das Mose ihnen jenseits des Jordans gegeben hatte, gen Osten, so
wie Mose, der Diener Jewes, es ihnen gegeben hatte:
9
von Aroer an, die am Ufer des Arnon liegt, und der Stadt, die in der
Mitte des Bachtals (liegt), und die ganze Ebene Medöba bis
Dibon;
10 und
alle Städte Sichons, des Königs des Amoriters, der in
Hesbon regierte, bis zur Grenze der Söhne Amons,
11
und Gilead und das Gebiet des Geschuriters und des Maachatiters und
das ganze Gebirge Hermon und all den Basan bis Salcha,
12
der ganze Regierungsbereich Ogs im Basan, der in Aschtarot und in
Edrei regierte; er, er war vom Überrest der Rephaim verblieben,
aber Mose hatte sie geschlagen und sie entrechtet.
13
Aber nicht entrechteten die Söhne Israels den Geschuriter und
den Maachatiter; und Geschur und Maachat wohnten inmitten Israels bis
zu diesem Tag.
14
Nur dem Stamm des Levi gab er kein Losteil; die Feueropfer für
Jewe, dem Elohim Israels, jenes ist sein Losteil, so wie er ihn
betreffend geredet hatte.
15
Und Mose gab der Stabschaft (dem Stamm) der Söhne Rubens ein
Losteil nach ihren Sippen.
16
Und ihr Gebiet war: von Aroer an, die am Ufer der Baches Arnon
(liegt), und der Stadt in der Mitte des Bachtals und all die Ebene
gegenüber Medöba;
17
Hesbon und all ihre Städte, die in der Ebene sind, Dibon und
Bamot Baal und Bet Baal Meon
18 und
Jahza und Kedemot und Mephaat
19
und Kirjatajim und Sibma und Zeret Haschachar am Berg
der
Tiefebene
20 und
Bet Peor und die Hänge des Pisga und Bet Hajeschimot
21
und alle Städte der Ebene und der ganze Regierungsbereich
Sichons, des Königs des Amoriters, der in Hesbon regierte, den
Mose erschlug, ihn und die Würdenträger Midians: Ewi und
Rekem und Zur und Chur und Reba, die Idole (Fürsten, die sich
als
Gott verehren ließen) Sichons, die Bewohner des
Landes.
22 Und
auch Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, hatten die Söhne
Israels mit dem Schwert umgebracht zu den von ihnen Durchbohrten
hinzu.
23 Und die
Grenze der Söhne Rubens wurde der Jordan und das Angrenzende;
dies war das Losteil der Söhne Rubens nach ihren Sippen, die
Städte und ihre Gehöfte.
24
Und Mose gab der Stabschaft Gad, den Söhnen Gads, ein Losteil
nach ihren Sippen.
25
Und ihr Gebiet war: Jaser und alle Städte des Gilead und die
Hälfte des Landes der Söhne Amons bis Aroer, die gegen das
Angesicht Rabas liegt;
26
und von Hesbon an bis Ramat Hamizpe und Betonim und von Machanajim
bis zur Grenze der Debir;
27
und in der Tiefebene: Bet Haram und Bet Nimra und Sukot und Zaphon,
des Übrige des Regierungsbereichs Sichons, des Königs
Hesbons, der Jordan und das Angrenzende bis zum Ende des Meeres
Kineret (Genezaret), jenseits des Jordans, ostwärts.
28
Dies war das Losteil der Söhne Gads nach ihren Sippen, die
Städte und ihre Gehöfte.
29
Und Mose gab der Hälfte des Stammes Manasse ein Losteil, und es
wurde der Hälfte der Stabschaft der Söhne Manasses zuteil,
nach ihren Sippen.
30
Und ihr Gebiet war: von Machanajim an all das Basan, der ganze
Regierungsbereich Ogs, des Königs des Basan, und alle belebten
(bewohnten) (Städte) Jairs, die in Basan waren, sechzig
Städte;
31
und die Hälfte des Gileads und Aschtarot und Edrei, die Städte
des Regierungsbereichs Ogs in Basan; (dies alles war) den Söhnen
Machirs, des Sohnes Manasses, der Hälfte der Söhne Machirs,
nach ihren Sippen.
32
Diese waren es, denen Mose (ihr Losteil) in den Steppen Moabs
zuloste, jenseits des Jordans bei Jericho, ostwärts.
33
Aber dem Stamm des Lewi gab Mose kein Losteil; Jewe, der Elohim
Israels, Er ist ihr Losteil, so wie er sie betreffend geredet
hatte.
...
Für Israel war es sehr wichtig, ein gottgegebenes und mithin fest verankertes Losteil auf der Erde zu haben, von wo aus sie ihren regierenden und priesterlichen Dienst über die ganze Erde ausüben werden.
Kapitel 14
Die das Losteil Zulosenden
1
Und diese (Losteile waren es), mit denen die Söhne Israels im
Land Kanaan belost wurden, die ihnen Eleasar, der Priester, und
Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Vaterschaften der
Stabschaften (Stämme) der Söhne Israels zulosten
2
mittels des Loses als ihr Losteil, so wie Jewe durch die Hand Moses
geboten hatte, den neun Stabschaften und der Hälfte der einen
Stabschaft (zuzulosen).
3
Denn Mose hatte das Losteil der zwei Stabshaften und der Hälfte
der einen Stabschaft jenseits des Jordans gegeben, aber den Leviten
gab er kein Losteil in ihrer Mitte.
4
Denn die Söhne Josephs wurden als zwei Stabschaften (befunden),
Manasse und Ephraim. Und nicht gab man den Leviten einen Anteil im
Land, sondern nur Städte zum Wohnen und deren Triften für
ihre Viehherden und für ihr Erworbenes
(ihre Habe).
5
So wie Jewe dem Mose geboten hatte, so taten die Söhne Israels,
und sie verteilten das Land.
...
Die
Zulosung erfolgte im Jahr 1414 v. Chr.; sie geschah nach der
Anweisung Moses (4. Mose 26:52 - 56). Das Los fiel, wie Jewe es
wollte und bewirkte (Spr. 16:33).
Das Losteil Kalebs
6
Da kamen die Söhne Judas zu Josua in Gilgal herzu; und Kaleb,
der Sohn Jephunes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du, du kennst das
Wort, das Jewe zu Mose, dem Mann des Elohim, meinetwegen und
deinetwegen in Kadesch Barnea geredet hat.
7
Ein Sohn von vierzig Jahren war ich, als
Mose, der Diener Jewes, mich von Kadesch Barnea entsandte, um das
Land auszuspionieren, und ich erstattete ihm Bericht, so wie´s
mir ums Herz war.
8
Meine Brüder aber, die mit mir hinaufgestiegen waren, lösten
das Herz des Volks auf, ich aber, ich erfüllte, Jewe, meinem
Elohim, nachzufolgen.
9
Und Mose schwor an jenem Tag, sprechend: (Wehe), wenn das Land, das
dein Fuß betrat, dir und deinen Söhnen nicht zum Losteil
wird bis zum Äon, denn du erfülltest, Jewe, meinem Elohim,
nachzufolgen.
10
Und nun, da! Leben ließ mich Jewe, so wie Er geredet hatte, und
dies sind fünfundvierzig Jahre, seitdem Jewe dieses Wort zu Mose
geredet hat, als Israel in der Wildnis wandelte. Und nun, da! Am
heutigen Tag bin ich ein Sohn von fünfundachtzig Jahren.
11
Noch bin ich am heutigen Tag ein Starker, so wie an dem Tag, da Mose
mich entsandte; wie meine Kraft damals war, so ist meine Kraft nun,
zum Streit und um herauszugehen und hineinzukommen.
12
Und nun, gib mir dieses Bergige, wovon Jewe an jenem Tag geredet
hatte; denn du, du hörtest an jenem Tag, dass die Anakiter dort
sind und große, verwehrte Städte. Vielleicht ist Jewe mit
mir und ich entrechte sie, so wie Jewe geredet hat.
13
Da segnete ihn Josua, und er gab Hebron dem Kaleb, dem Sohn Jephunes,
als Losteil.
14
Darum wurde Hebron dem Kaleb, dem Sohn Jephunes, dem Keniter, bis zu
diesem Tag zum Losteil, weil er erfüllte, Jewe, dem Elohim
Israels nachzufolgen.
15
Und der Name Hebrons war vordem Kirjat Arba; dieser war der größte
Mensch inmitten der Anakiter. Und das Land hatte Muße, fern vom
Streit.
...
Als
Kundschafter ausgesandt worden war Kaleb im Alter von vierzig Jahren
im Jahr 1459 (4. Mose 13:1 - 14:9), und 45 Jahre danach, also im Jahr
1414 v. Chr. sprach er diese Worte. Er erinnerte Josua daran, dass
Jewe geschworen hatte, ihm das Land zu geben (5. Mose 1:36). Seine
Treue brachte ihm Hebron als Losteil ein. Ein Mann der Glaubenstreue
wird gesegnet (Spr. 28:20).
Kapitel 15
Das Losteil Judas
1
Und es wurde das Los für die Stabschaft der Söhne Judas
nach ihren Sippen der Grenze Edoms zu, der Wildnis Zin, gen Süden,
am rechtseitigen Ende.
2
Und die Südgrenze wurde ihnen vom Ende des Salzmeeres, von der
Zunge her, der gen Süden gewandten,
3
und sie ging hinaus zur Südseite am Aufstieg gen Akrabim und
ging hinüber gen die Wildnis Zin und stieg hinauf an der
Südseite von Kadesch Barnea und ging hinüber gen Chezron
und stieg hinauf gen Adar und kreiste (bog um) gen die (Stadt)
Karka
4 und ging
hinüber gen Ezmon und ging hinaus zum Bach Ägyptens (Wadi
el- Arisch), und die Ausgänge der Grenze waren gen das Meer
(Mittelmeer); dies sei euch die Südgrenze.
5
Und die Grenze gen Osten: das Salzmeer bis zum Ende des Jordans. Und
die Grenze zur Ausmündung gen Norden: von der Zunge des Meeres,
vom Ende des Jordans an;
6
und die Grenze stieg hinauf gen Bet Chogla und ging hinüber im
Norden der (Stadt) Bet Haaraba; und die Grenze stieg hinauf zum Stein
Bohans, des Sohnes Rubens;
7
und die Grenze stieg hinauf gen Debir, von der Tiefebene Achor her
und war gen Norden gewandt der (Stadt) Gilgal zu, die gegenüber
dem Aufstieg gen Adumim (lag), der südlich des Baches ist; und
die Grenze ging hinüber zu den Wassern En Schemeschs, und ihre
Ausgänge waren En Rogel zu;
8
und die Grenze stieg die Schlucht des Sohnes Hinoms hinauf zur
Bergflanke des Jebusiters an der Südseite, sie ist Jerusalem;
und die Grenze stieg hinauf zum Gipfel des Berges, der gegenüber
dem Angesicht der Schlucht Hinom ist, meerwärts, (und) der am
Ende der Tiefebene Rephaim gen Norden (liegt),
9
und die Grenze wurde sichtbar vom Gipfel des Berges der Wasserquelle
Nephtoachs zu, und ging hinaus zu den Städten des Berglands
Ephrons; und die Grenze wurde sichtbar gen Baala, sie ist Kirjat
Jearim;
10 und
die Grenze kreiste (bog ab) von Baala her gen das Meer (westwärts)
dem Berg Seir zu und ging hinüber nach Norden zur Flanke des
Berges Jearim, sie ist Kesalon, und stieg hinab gen Bet Schemesch und
ging hinüber gen Timna;
11
und die Grenze ging hinaus zur Flanke Ekrons gen Norden; und die
Grenze wurde sichtbar gen Schikaron und ging hinüber zum Berg
Baala und ging hinaus gen Jabnoel, und die Ausgänge der Grenze
waren gen das Meer.
12
Und die meerseitige (westliche) Grenze war das große Meer und
das Angrenzende. Dies war die Grenze der Söhne Judas, ihren
Sippen zugeordnet, ringsum.
...
Juda,
der stärkste Stamm (4. Mose 26:22; 1. Mose 49: 8, 9), bekam sein
Losteil zuerst und das größte.
Dieses beschriebene
Gebiet war der Segens- und Aufgabenbereich Judas.
Das Ausgleichsteil Kalebs
13
Und dem Kaleb, dem Sohn Jephunes, gab er das Ausgleichsteil in der
Mitte der Söhne Judas, dem Befehl Jewes an Josua entsprechend:
Kirjat Arba, des Vaters des Anakiters, sie ist Hebron.
14
Und Kaleb entrechtete von dort die drei Söhne des Anakiters:
Scheschaj und Achiman und Talmaj, die Geborenen des Anakiters.
15
Und er stieg von dort hinauf zu den Bewohnern Debirs; und der Name
Debirs war vordem Kirjat-Sepher.
16
Und Kaleb sprach: Dem, der Kirjat-Sepher schlägt und sie
erobert, ihm gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau.
17
Da eroberte sie Otniel, der Sohn (Nachkomme) des Kenas, ein Bruder
Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau.
18
Und es geschah, als sie kam, da verleitete sie ihn (lockte sie von
ihm ab), von ihrem Vater ein Gefild zu erfragen (erbitten zu dürfen),
und sie drängte herab von dem Esel, und Kaleb sprach zu ihr. Was
ist dir?
19 Und
sie sprach: Gib nur eine Segnungsgabe, denn ein Land des Südens
(ein trockenes Land) gabst du mir, so gibst du mir auch
Wasserquellen. Da gab er ihr die oberen Wasserquellen und die unteren
Wasserquellen.
...
Wie
in Josua 14:6 - 15 geschildert und begründet, gab Josua dem
Kaleb die Stadt Hebron, der sie nun eroberte (Ri. 1:10, 20).
Die Bitte der Achsa war klug und diente gewiss auch ihrem Mann Otniel, der übrigens später (1387 - 1347 v. Chr.) Richter wurde (Ri. 3:9 - 11)
Die
Städte im Losteil Judas
20-62:
Man lese diese Verse in der eigenen Bibel.
63
Aber den Jebusiter, ja die Bewohner Jerusalems, nicht konnten die
Söhne Judas sie entrechten, und so wohnte der Jebusiter samt den
Söhnen Judas in Jerusalem bis zu diesem Tag.
...
Kapitel 16
Das Losteil der Söhne Josephs
1
Und das Los ging heraus für die Söhne Josephs: (Die Grenze
war) vom Jordan an bei Jericho zu den Wassern Jerichos ostwärts,
(und westwärts) die von Jericho aufsteigende Wildnis im Bergigen
gen Bet-El,
2 und
sie ging hinaus von Bet-El gen Lus und ging hinüber zur Grenze
des Arkiters gen Atarot
3
und sie stieg hinab gen das Meer (Mittelmeer) zur Grenze des
Japhletiters, bis zur Grenze der unteren (Stadt) Bet Choron und bis
Geser, und ihre Ausgänge waren gen das Meer.
4
So wurden die Söhne Josephs belost, Manasse und Ephraim.
...
Diese
Beschreibung des Gebiets der Söhne Josephs unterscheidet nicht
zwischen Manasse und Ephraim, die gemäß Jakobs Bestimmung
als eigene Stämme gelten (1. Mose 48:5).
Das Losteil Ephraims
5
Und dies war die Grenze der Söhne Ephraims nach ihren Sippen;
und die Grenze ihres Losteils war gen Osten Atrot Adar bis zur oberen
(Stadt) Bet Choron;
6
und die Grenze ging hinaus gen das Meer. Im Norden die (Stadt)
Michmetat; und die Grenze kreiste (bog ab) ostwärts gen Taanat
Schilo und ging über ihn (vmtl. einen Bergrücken) hinweg
zur Ostseite gen Janoach
7
und stieg hinab von Janoach gen Atarot und gen Naara und kam Jericho
entgegen und ging hinaus zum Jordan.
8
Von Tapuach ging die Grenze meerwärts (westwärts) zum Bach
Kana, und ihre Ausgänge waren gen das Meer. Dies war des Losteil
der Stabschaft der Söhne Ephraims nach ihren Sippen.
9
Und die Städte, die für die Söhne Ephraims
abgeschiedenen, waren inmitten des Losteils der Söhne Manasses,
all die Städte und ihre Gehöfte.
10
Aber nicht entrechteten sie den Kanaaniter, wohnhaft in Geser, und so
wohnte der Kanaaniter im Inneren Ephraims bis zu diesem Tag, und er
wurde zum Frondiensttuenden.
...
Vermutlich
ließ es die nahe Verwandtschaft zu, dass manche Städte in
dem sehr großen, nördlich von Ephraim gelegenen Losteil
Manasses von Ephraimitern bewohnt wurden.
Kapitel
17
Das Losteil Manasses
1 Und es wurde das Los für die Stabschaft Manasse, denn er war der Erstgeborene Josephs; es wurde für Machir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater des Gileads, denn er war ein Kriegsmann, und es wurde ihm Gilead und Basan (zuteil).
2
Und es wurde des Los für die übrigen Söhne Manasses
nach ihren Sippen: für die Söhne Abiesers und für die
Söhne Cheleks und für die Söhne Asriels und für
die Söhne Schechems und für die Söhne Chephers und für
die Söhne Schemidas; diese waren Söhne Manasses, des Sohnes
Josephs, die Männlichen, nach ihren Sippen.
3
Aber der Zelophchad, dem Sohn Chephers, des
Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, er hatte
keine Söhne, sondern nur Töchter. Und dies waren die Namen
seiner Töchter: Machla und Noah, Chogla, Milka und Tirza.
4
Und sie nahten angesichts Eleasars, des Priesters, und angesichts
Josuas, des Sohnes Nuns, und angesichts der Würdenträger,
sprechend: Jewe gebot dem Mose, uns ein Losteil inmitten unserer
Brüder zu geben. Da gab er ihnen dem (Befehl) Jewes entsprechend
ein Losteil inmitten der Brüder ihres Vaters.
5
Und dem Manasse fielen zehn Distrikte zu, abgesehen vom Land Gilead
und Basan, die jenseits des Jordans (liegen).
6
Denn die Töchter Manasses wurden mit einem Losteil inmitten
seiner Söhne belost, aber das Land Gilead wurde den übrigen
Söhnen Manasses (zuteil).
7
Und die Grenze Manasses war von Ascher her gen die (Stadt) Michmetat,
die auf das Angesicht Sichems (zu liegt); und die Grenze wandelte zur
Rechten hin zu den Bewohnern En Tapuachs,
8
Dem Manasse wurde das Land Tapuach, aber (die Stadt) Tapuach die der
Grenze Manasses zu (liegt), wurde den Söhnen Ephraims (zu
eigen).
9 Und die
Grenze stieg hinab gen den Bach Kana, südlich des Bachs –
aber die (in Kap. 16:9 erwähnten) Städte wurden dem Ephraim
(zu eigen) inmitten der Städte Manasses –, und die Grenze
Manasses war im Norden am Bach, und ihre Ausgänge waren gen das
Meer (Mittelmeer).
10
Gen Süden zu war es dem Ephraim und gen Norden dem Manasse (zu
eigen), und das Meer war seine Grenze; und Ascher kamen sie (die von
Manasse) von Norden entgegen und Issaschar von Osten.
11
Und dem Manasse wurden in Issaschar und in Ascher (zuteil): Bet
Schean und ihre Tochterstädte und Jibleam und ihre Tochterstädte
und die Bewohner Dors und ihre Tochterstädte und die Bewohner En
Dors und ihre Tochterstädte und die Bewohner Tanachs und ihre
Tochterstädte und die Bewohner Megidos und ihre
Tochterstädte,
auch die drei Opferstättenhöhen.
12
Aber die Söhne Manasses konnten diese Städte nicht
entrechten, und der Kanaaniter war gewillt, in diesem Land zu
wohnen.
13 Und es
geschah, dass die Söhne Israels Halt hatten, da gaben sie den
Kanaaniter in den Frondienst, aber es (Israel) entrechtete, ja
entrechtete ihn nicht.
...
Das
Losteil halb Manasses lag östlich des Jordans (Vers 1) und das
der anderen Hälfte des Stammes nördlich vom Losteil
Ephraims, anders gesagt zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer.
Das Grundbesitzrecht für Erbtöchter (Verse 3 + 4) war bereits in 4. Mose 27: 1 - 11 festgeschrieben worden.
Manche
Städte konnten die Söhne Manasses nicht entrechten (Vers
12); hatte ihre Glaubenstreue nachgelassen? Fehlte es ihnen an
Vertrauen auf die göttlichen Zusagen, oder musste es so sein,
weil sie das Land ja nur nach und nach besiedeln und bewirtschaften
konnten und das Wildgetier sich sonst zu sehr vermehrt hätte
(2.
Mose 23:29)?
Die Beschwerde der Söhne Josephs
14
Und die Söhne Josephs redeten mit Josua, sprechend: Weshalb
gabst du mir als Losteil nur ein Los und nur einen Distrikt? Ich bin
doch ein zahlreiches Volk dadurch, dass Jewe mich bis jetzt gesegnet
hat.
15 Und Josua
sprach zu ihnen: Wenn du ein zahlreiches Volk bist, so steige für
dich hinauf gen den Wald, und du rodest ihn dir dort im Land des
Perisiters und der Rephaim, so denn dir das Bergige Ephraims zu
schleunig (zu durchqueren) ist.
16
Da sprachen die Söhne Josephs: Nicht wird das Bergige für
uns (als ausreichend) gefunden, und Streitwagen aus Eisen sind bei
all dem Kanaaniter, des Bewohners des Landes der Tiefebene, bei denen
in Bet Schean und ihren Tochterstädten und denen
in der
Tiefebene Jesreel.
17
Da sprach Josua zum Hause Joseph, zu Ephraim und zu Manasse,
sprechend: Ein zahlreiches Volk bist du und große Kraft ist
dir, nicht sei dir nur ein einziges Los,
18
sondern Bergiges wird dir zu eigen, denn Wald ist es und du rodest
ihn dir; und auch seine Ausgänge werden dir zu eigen, denn du
entrechtest den Kanaaniter, auch so denn ihm Streitwagen aus Eisen
sind, ja so denn er mächtig ist.
...
Angesichts
der militärischen Stärke der Kanaaniter wollte das Haus
Joseph sie nicht angreifen; ihr Blick war auf die Streitwagen
gerichtet und nicht auf Jewe. Josua begegnete dem Unglauben und der
daraus folgenden Angst der Stämme Josephs zunächst mit der
Anweisung, den Wald im Bergland zu roden, und dann, als sie äußerten,
dieses Gelände reiche nicht aus, mit dem Hinweis auf die
Verheißungen Jewes (Jos. 1:2 - 5).
Kapitel 18
Das Zelt des Zeugnisses in Schilo; Vorbereitung der Zulosung des Landes
1
Und all die Zeugenschar der Söhne Israels versammelte sich gen
Schilo, und sie ließen dort das Zelt des Zeugnisses wohnen; und
das Land war ihnen angesichts unterworfen.
2
Und es waren inmitten der Söhne Israels sieben Stämme
übrig, denen man ihr Losteil noch nicht zugeteilt hatte.
3
Da sprach Josua zu den Söhnen Israels: Wie lange noch seid ihr
erschlafft (nachlässig), statt zu kommen, um das Land zu
errechten, das euch Jewe, der Elohim eurer Väter, gegeben hat?
4
Gewähret, (ja nehmt) euch drei Mannen für jeden Stamm, und
ich werde sie entsenden; und sie stehen auf und wandeln im Land umher
und schreiben es auf, ihrem Losteil entsprechend, und kommen dann zu
mir.
5 Und sie
verteilten es sich, es in sieben Ausgleichsteile (aufteilend). Juda
steht auf seinem Gebiet im Süden, und das Haus Joseph steht auf
seinem Gebiet im Norden.
6
Ihr aber, ihr schreibt das Land auf - sieben Ausgleichsteile - und
bringt mir (die Aufzeichnungen) hierher, und ich (setze) euch (dann)
das Ziel (erbringe euch dann das Ergebnis) mit dem Los, hier,
angesichts Jewes, unseres Elohims.
7
Denn kein Ausgleichsteil ist den Leviten in eurer Mitte, denn das
Priesteramt Jewes ist ihr Losteil; aber Gad und Ruben und die Hälfte
des Stammes Manasse, sie nahmen ihr Losteil jenseits des Jordans im
Osten, das Mose, der Diener Jewes, ihnen gegeben hat.
8
Da standen die Mannen auf und gingen, und
Josua gebot denen, die da wandelten, um das Land aufzuschreiben,
sprechend: Geht und wandelt im Land umher und schreibt es auf, und
dann kehrt zu mir zurück, und hier werde ich euch das Los
werfen
angesichts Jewes in Schilo!
9
Und die Mannen gingen und gingen hinüber, im Land umher, und
schrieben es auf bezüglich der Städte, den sieben
Ausgleichsteilen zugeordnet, auf ein Schriftstück; und sie kamen
zu Josua zum Lager gen Schilo.
10
Da warf Josua ihnen das Los in Schilo angesichts Jewes, und dort
verteilte Josua das Land an die Söhne Israels gemäß
ihren Anteilen.
...
Das Zelt des Zeugnisses stand bis in die Tage Davids in Schilo im Losteil Ephraims (Ap. 7:45).
Das Losteil Benjamins
11
Und es stieg herauf das Los der Stabschaft der Söhne Benjamins
nach ihren Sippen, und das Gebiet ihres Loses ging hinaus zwischen
den Söhnen Judas und den Söhnen Josephs.
12
- 28 (Man lese diese Verse in der eigenen
Bibel.)
Kapitel 19
Das Losteil Simeons
1
Und das zweite Los ging heraus für Simeon, für die
Stabschaft der Söhne Simeons nach ihren Sippen; und es wurde
ihr Losteil inmitten des Losteils der Söhne Judas.
2
- 8 (Man lese diese Verse in der eigenen
Bibel.)
9 Vom
Distrikt der Söhne Judas war das Losteil der Söhne Simeons,
denn das Ausgleichsteil der Söhne Judas war viel mehr als (für
sie nötig), und so wurden die Söhne Simeons inmitten ihres
Losteils belost.
...
In
der Folge davon eroberten die beiden Stämme ihre Losteile
gemeinsam (Ri. 1:3). Im Übrigen erfüllte sich dieses Wort
Jakobs: "Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in
Israel.“ (1. Mose 49:7).
Das Losteil Sebulons
10
Und das dritte Los stieg herauf für die Söhne Sebulons nach
ihren Sippen, und es war die Grenze ihres Losteils bis Sarid.
11
- 16 (Man lese die Verse in der eigenen
Bibel.)
...
Das
Losteil Issaschars
17
Für Issaschar ging das vierte Los heraus, für die Söhne
Issaschars nach ihren Sippen.
18 - 23
(Man lese die Verse in der eigenen Bibel)
...
Das
Losteil Aschers
24
Und das fünfte Los ging heraus für die Stabschaft der Söhne
Aschers nach ihren Sippen
25 - 31. (Man
lese die Verse in der eigenen Bibel.)
...
Das Losteil Naphtalis
32
Für die Söhne Naphtalis ging das sechste Los heraus, für
die Söhne Naphtalis nach ihren Sippen.
33
- 39 (Man lese die Verse in der eigenen
Bibel.)
Das
Losteil Dans
40
Für die Stabschaft der Söhne Dans nach ihren Sippen ging
das siebente Los heraus.
41
- 46 (Man lese die Verse in der eigenen
Bibel.)
47
Und das Gebiet der Söhne Dans ging, von ihnen weg, verloren
(wörtl: hinaus); und die Söhne Dans stiegen hinauf und
stritten mit Leschem und eroberten sie und schlugen sie mit dem Mund
des Schwertes und errechteten sie und wohnten in ihr. Und sie riefen
der Leschem (den Namen) Dan gemäß dem Namen Dans, ihres
Vaters.
48
(Man lese den Vers in der eigenen Bibel.)
...
Die
Daniter wohnten eingeengt, weil sie die ihnen zugeloste Tiefebene am
Mittelmeer nicht besetzen und mithin nur im Bergland siedeln konnten.
So eroberten sie die Stadt Leschem (auch Lajisch genannt) im Norden
am Hermon (Ri. 1:34; 18:1, 27 - 29).
Das Losteil Josuas
49
Und sie vervollständigten (schlossen vollständig ab) die
Belosung mit dem Land in seinen Begrenzungen, und die Söhne
Israels gaben dem Josua, dem Sohn Nuns, ein Losteil in ihrer
Mitte.
50 Auf
(Befehl des) Mundes Jewes gaben sie ihm die Stadt, die er erfragte:
Timnat-Serach im Bergigen Ephraims. Und er baute die Stadt und wohnte
in ihr.
51
Dies sind die Losteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der
Sohn Nuns, und die Häupter der Vaterschaften der Stabschaften
der Söhne Israels mittels des Loses zulosten in Schilo
angesichts Jewes vor der Öffnung des Zeltes des Zeugnisses;
und
so vervollständigten sie die Verteilung des Landes.
...
Angesichts
Jewes geschah dies alles; so wurde deutlich, dass Er es war, der den
einzelnen Stämmen ihr Losteil zuloste.
Nicht nur Kaleb (Jos.
14:9) war würdig, ein eigenes Losteil zu erhalten, sondern
gewiss auch Josua. Dem Treuen gibt Jewe das Verlangen seines Herzens
(Ps. 21:3), so dem Josua die Stadt Timnat-Serach im Bergigen seines
Stammes Ephraim.
Kapitel 20
Die Städte des Ayls
1
Und Jewe redete zu Josua, sprechend:
2
Rede zu den Söhnen Israels, sprechend:
Gebt euch die Städte des Asyls, von denen Ich durch die Hand
Moses zu euch geredet habe,
3
dass dorthin fliehe ein Mörder (Totschläger), der eine
Seele im Irrtum erschlug, ohne dass er die Erkenntnis hatte (aus
Versehen), und sie seien euch zum Asyl, weg von Löser des Blutes
(Bluträcher).
4
Und er fliehe zu einer von diesen Städten und stelle sich vor
die Öffnung des Tores der Stadt und rede vor den Ohren der
Ältesten jener Stadt seine Worte, sodass sie ihn gen die Stadt
zu sich hin versammeln und ihm einen Platz geben und er bei ihnen
wohnt.
5 Und so
denn der Löser des Blutes ihn verfolgt, hinter ihm her, so
lassen sie den Mörder (Totschläger) nicht von seiner Hand
umschließen, denn ohne Erkenntnis erschlug er seinen Genossen
und nicht hasste er ihn gestern und ehegestern.
6
Und er wohnt in jener Stadt, bis er angesichts der Zeugenschar zur
Rechtsetzung steht, bis zum Tod des großen Priesters, der in
jenen Tagen sein wird; dann darf der Mörder (Totschläger)
zurückkehren und zu seiner Stadt und zu seinem Haus kommen,
zu
der Stadt, aus der er geflohen war.
7
Und sie heiligten Kedesch in Galiläa im Bergigen Naphtalis und
Sichem im Bergigen Ephraims und Kirjat Arba, sie ist Hebron, im
bergigen Judas.
8
Und jenseits des Jordans bei Jericho, ostwärts, in der Wildnis,
ja in der Ebene, gaben sie als Asylstadt Bezer von der Stabschaft
Ruben und Ramot in Gilead von der Stabschaft Gad und Golan in Basan
von der Stabschaft Manasse.
9
Dies waren die Städte des Bezeugens für alle Söhne
Israels und für den Gastsassen, den in ihrer Mitte weilenden,
dass dorthin fliehe ein jeder, der eine Seele im Irrtum erschlug, und
er nicht sterbe durch die Hand des Lösers des Blutes, bis er
angesichts der Zeugenschar steht.
...
Schutz
dem Schutzwürdigen! Diese Regelung gemäß der
Anordnung Moses (2. Mose 21:13; 4. Mose 35: 6, 9 - 34; 5. Mose 4:41 -
43) war gerecht und human.
Kapitel 21
Die
Städte der Priester und der Leviten
1
Und die Häupter der Vaterschaften der Leviten kamen herzu zu
Eleasar, dem Priester, und zu Josua, den Sohn Nuns, und zu den
Häuptern der Vaterschaften der Stabschaften der Söhne
Israels.
2 Und
sie redeten zu ihnen in Schilo im Land Kanaan, sprechend: Jewe gebot
durch die Hand Moses, uns Städte zum Wohnen zu geben und ihre
Triften für unser Getier.
3
Da gaben die Söhne Israels den Leviten von ihrem Losteil, dem
(Befehl) Jewes entsprechend, diese Städte und ihre Triften:
4
Und das Los ging heraus für die Sippen das Kehatiters, und den
Söhnen Aarons, des Priesters, aus den Leviten, wurden von der
Stabshaft Juda und von der Stabschaft des Simeoniters und von der
Stabschaft Benjamin durch das Los dreizehn Städte (zu eigen).
5
Und den übrigen Söhnen Kehats wurden von den Sippen der
Stabschaft Ephraim und von der Stabschaft Dan und von der Hälfte
der Stabschaft Manasse durch das Los zehn Städte zu eigen.
6
Und den Söhnen Gerschons wurden von den Sippen der Stabschaft
Issaschar und von der Stabschaft Ascher und von der Stabschaft
Naphtali und von der Hälfte der Stabschaft Manasse in Basan
durch das Los dreizehn Städte (zu eigen).
7
Den Söhnen Meraris, ihren Sippen zugeordnet, wurden von der
Stabschaft Ruben und von der Stabschaft Gad und von der Stabschaft
Sebulon zwölf Städte (zu eigen).
8
Und so gaben die Söhne Israels den Leviten diese Städte und
ihre Triften – so wie Jewe durch die Hand Moses geboten hatte –
durch das Los.
9
Und sie gaben von der Stabschaft der Söhne Judas und von der
Stabschaft der Söhne Simeons diese Städte, die man mit
Namen ruft.
10
Und dies wurde den Söhnen Aarons von den Sippen des Kehatiters,
von den Söhnen Levis, (zuteil), denn ihnen wurde das erste Los
(zu eigen).
11
Und sie gaben ihnen Kirjat Arba, des Vaters des Anokiters (an anderer
Stelle Anakiter genannt), sie ist Hebron, im Bergigen Judas, und ihre
Triften rings um sie her.
12
Aber das Gefild der Stadt und ihre Gehöfte gaben sie dem Kaleb,
dem Sohn Jephunes, zu seinem Besitz.
13
Und den Söhnen Aarons, des Priesters, gaben sie als Stadt des
Asyls für den Mörder (Totschläger): Hebron und ihre
Triften und Libna und ihre Triften.
14 -
35 Diese Verse lese man in der eigenen
Bibel.
36 -37
(Diese Verse stehen nicht in der Biblia Hebraica Stuttgartensia, dem
Snaith- und dem Aleppo-Text.)
38-40
(Diese Verse lese man in der eigenen Bibel.)
41
Alle Städte der Leviten inmitten des Besitzes der Söhne
Israels: achtundvierzig Städte und ihre Triften.
42
Diese Städte wurden Stadt um Stadt (zugeordnet) und (zu jeder)
ihre Triften rings um sie her, also war's bezüglich all dieser
Städte.
...
Die
Zuteilung der 48 Städte an die Leviten geschah gemäß
dem Gebot Jewes (3. Mose 25:32 - 34; 4. Mose 35:1 - 8). 13 Städte
bekamen die Priester (Verse 4 + 19); Priester konnten nur Nachkommen
Aarons sein, des Sohnes Amrams, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis;
10 bekamen die übrigen Kehatiter (Verse 5+ 26), 13 die
Gerschoniter (Verse 6+ 33) und 12 die Merariter (Verse 7 + 40).
Gerschon und Merari waren ebenfalls Söhne Levis.
Die
Städte verblieben im Besitz der jeweiligen Stämme, die
Leviten genossen aber das vorrangige Wohnrecht. Die Levitenstädte
waren über das ganze Land verteilt, sodass kein Israelit es
allzu weit hatte, einen Leviten um Belehrung zu bitten oder um Rat
zu
fragen. Unter ihrem Volk verstreut wohnend (1. Mose 49:7),
konnten sie ihren Auftrag erfüllen, wie in 5. Mose 33:10
festgelegt: "Sie weisen an (Tora) (lehren) dem Jakob Deine
Rechtsetzungen und Israel Deine Zielanweisung (Tora).“
Abschließender Rückblick
43
Und Jewe gab Israel das ganze Land, das Er ihren Vätern zu geben
geschworen hatte; und sie errechteten es und wohnten darin.
44
Und Jewe verschaffte ihnen Ruhe ringsum gemäß allem, was
Er ihren Vätern geschworen hatte, und niemand von all ihren
Feinden bestand gegen ihr Angesicht; all ihre Feinde gab Jewe in ihre
Hand.
45 Nicht
fiel ein Wort dahin von all dem guten Wort, das Jewe zum Hause Israel
geredet hatte: das alles kam.
...
Gott
ist getreu! Das Land Kanaan in den Grenzen von 4. Mose 34:1 - 15
wurde nun von Israel beherrscht, wenn auch einzelne Gebiete noch gar
nicht erobert waren (5. Mose 7:22) oder wegen Unglaubens nicht
erobert werden konnten, die aber keine Gefahr mehr darstellten,
sodass Israel Ruhe hatte.
Kapitel 22
Die
Rücksendung der Krieger der östlichen Stämme
1
Damals rief Josua dem Rubeniter und dem Gaditer und der Hälfte
der Stabschaft Manasse
2
und sprach zu ihnen: Ihr, ja ihr, hütetet alles, was euch Mose,
der Diener Jewes, gebot, und ihr hörtet auf meine Stimme
bezüglich allem, was ich euch gebot.
3
Nicht verließet ihr eure Brüder diese vielen Tage bis zu
diesem Tag, und ihr hütet, (ja bewahrtet die) Obhut über
das Gebot Jewes, eures Elohims.
4
Und nun verschaffte Jewe, euer Elohim, euren Brüdern Ruhe, so
wie Er zu ihnen geredet hatte. Und nun, wendet euch und geht für
euch zu euren Zelten zum Land eures Besitzes, das euch Mose der
Diener Jewes, jenseits des Jordans gegeben hat.
5
Nur hütet überaus, das Gebot und die Dienstanweisung (Tora)
zu tun, die euch Mose, der Diener Jewes, gebot, zu lieben Jewe, euren
Elohim, und zu gehen in all Seinen Wegen und zu hüten Seine
Gebote und Ihm anzuhangen und Ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen
und mit eurer ganzen Seele.
6
Und Josua segnete sie und entsandte sie, und sie gingen zu ihren
Zelten.
7 Und der
Hälfte des Stammes Manasse hatte Mose (ein Losteil) in Basan
gegeben, aber der anderen Hälfte gab Josua (ein Losteil) mit
ihren Brüdern jenseits des Jordans meerwärts (westwärts),
und auch noch (geschah's), dass Josua sie zu ihren Zelten entsandte
und sie segnete.
8
Und er sprach zu ihnen, sprechend: Mit vielen Gütern des
Ausgleichs kehrt zurück zu euren Zelten und mit überaus
vielem Vieh, mit Silber und mit Gold und mit Kupfer und mit Eisen und
mit Tuchen (Gewändern), die Menge überaus; teilt die Beute
eurer Feinde mit euren Brüdern.
9
Da kehrten zurück und gingen die Söhne Rubens und die Söhne
Gads und die Hälfte des Stammes Manasse weg von den Söhnen
Israels von Schilo, die im Land Kanaan ist, um zum Land des Gilead zu
gehen, zum Land ihres Besitzes, wo sie besitzend geworden waren auf
Befehl des Mundes Jewes durch die Hand Moses.
...
Die Stämme, die ihre Losteile östlich des Jordans bereits eingenommen hatten, hatten gemäß der Anweisung Moses (4. Mose 32:16 - 22) den anderen Stämmen geholfen, Kanaan zu erobern. Nun nach den Jahren von 1420 v. Chr. an, konnten sie im Jahr 1414 v. Chr. zurückkehren, gar mit vielen Gütern und vor allen dem Segen Josuas (Vers 6). Der Segen war mit der Ermahnung verbunden, Jewe zu lieben und Ihm von ganzem Herzen zu gehorchen (Vers 5; 5. Mose 6:5), wie es sich für jeden gläubigen Israeliten gehörte. Jesus betonte dies ebenfalls: „Lieben sollst du den Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Denkart und aus deinem ganzen Vermögen" (Mark. 12:30). Übrigens: Diejenigen lieben Gott, die Seine Gebote halten (Joh. 14: 15, 21).
Die Rückkehrer sollten ihre Beute mit ihren Brüdern, die im Lande geblieben waren und nicht gekämpft hatten, teilen (Vers 8). Dies war nur gerecht und entsprach der Nächstenliebe. Die Zuhausegebliebenen hatten die wichtige Aufgabe erfüllt, den Schutz und die Bewirtschaftung des Landes und das Wohlergehen der Menschen, darunter ja auch der Frauen der Krieger, sicherzustellen.
Der Bau eines Altars am Jordan
10
Und sie kamen zu den Bezirken des Jordans, die im Land Kanaan waren,
und dort bauten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die
Hälfte des Stammes Manasse einen Altar am Jordan, einen großen
Altar vom Aussehen.
11 Und
die Söhne Israels hörten, das man sprach: Da! Es bauten die
Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte des
Stammes des Manasse den Altar, dem Land Kanaan zugegen, den Bezirken
des Jordans, dem Jenseitigen der Söhne Israels zu.
12
Und als die Söhne Israels es hörten, da wurde all die
Zeugenschar der Söhne Israels gen Schilo versammelt, um als Heer
wider sie hinaufzusteigen.
13
Und die Söhne Israels entsandten zu den Söhnen Rubens und
zu den Söhnen Gads und zur Hälfte des Stammes Manasse, zum
Land des Gilead, Pinechas, den Sohn Eleasars, des Priesters,
14
und zehn Würdenträger mit ihm, je einen Würdenträger,
ja je einen Würdenträger für ein Vaterhaus, für
alle Stabschaften Israels, und ein jeder war Haupt eines Hauses ihrer
Väter, sie waren von den Tausendschaften Israels.
15
Und sie kamen zu den Söhnen Rubens und zu den Söhnen Gads
und zur Hälfte des Stammes Manasse, zum Land des Gilead, und
redeten mit ihnen, sprechend:
16
So spricht all die Zeugenschar Jewes: Was ist doch diese Übertretung,
in der ihr übertratet gegen den Elohim Israels, dass ihr am
heutigen Tag umkehrt, hinter Jewe weg, indem ihr euch einen Altar
baut, um auch am heutigen Tag gegen Jewe zu empören!
17
Ist uns die Vergehung mit Peor etwa zu wenig, von der wir uns bis zu
diesem Tag noch nicht gereinigt haben, und dass damals ein Zerwuchten
geschah in der Zeugenschar Jewes?
18
Und ihr, ihr kehrt am heutigen Tag um, hinter Jewe weg! Und es wird
geschehen: So ihr, ja ihr, euch am heutigen Tag gegen Jewe empört,
so wird Er morgen über all die Zeugenschar Israels ergrimmen.
19
Wenn jedoch das Land eures Besitzes bemakelt ist, so geht für
euch zum Land des Besitzes Jewes hinüber, wo die Wohnung Jewes
wohnt und werdet in unserer Mitte Besitzer. Aber empört euch
nicht gegen Jewe, und empört euch nicht gegen uns, indem ihr
euch einen Altar baut, ohne dass es aus Seinen Bezeugungen ein
Altar
Jewes, unseres Elohims, ist.
20
Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, übertreten, ja übertreten,
aufgrund von Bannendem? Und wider all die Zeugenschar Israels kam der
Grimm, und er hauchte nicht als einzelner Mann infolge seiner
Vergehung aus.
21
Da antworteten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die
Hälfte des Stammes des Manasse, und sie redeten mit den Häuptern
der Tausendschaften Israels:
22
Der El Elohim Jewe, der El Elohim Jewe, Er ist der Erkennende, und
Israel, es wird erkennen: Wenn es in Empörung oder in
Übertretung gegen Jewe war, so rette (Er) uns nicht an diesem
Tag (stehe Er uns nicht bei).
23
Dass wir uns einen Alter gebaut haben, um umzukehren hinter Jewe weg,
und ob's war, um auf ihm Hinaufzuweihendes (Brandopfer) und Spenden
(Speiseopfer) hinaufzuweihen, oder ob´s war, um auf ihm
Friedensopfer darzubringen – Jewe, Er, Er wird's untersuchen
(herausfinden).
24
Oder ob wir nicht doch aus Bangigkeit aufgrund einer Sache dies getan
haben, sprechend: Künftig werden eure Söhne zu unseren
Söhnen sprechen, sprechend: Was ist mit euch und dem Jewe, dem
Elohim Israels?
25
Jewe gab ja eine Grenze zwischen uns und euch, ihr Söhne Rubens
und Söhne Gads, (nämlich) den Jordan, kein Ausgleichsteil
(Anteil) ist euch in Jewe! Und so werden eure Söhne unsere Söhne
dazu bringen, aufzuhören und Jewe nicht mehr zu fürchten.
26
Und so sprachen wir: Wir wollen uns doch daranmachen, den Altar zu
bauen, nicht für Hinaufzuweihendes und nicht für Opfer,
27
sondern ein Zeuge sei er zwischen uns und euch und unseren
Generationen nach uns, den Dienst Jewes zu dienen (zu verrichten) Ihm
angesichts mit unseren Hinaufzuweihenden und mit unseren Opfern und
mit unseren Friedensgaben, sodass eure Söhne nicht künftig
zu unseren Söhnen sprechen: kein Ausgleichsteil ist euch in
Jewe!
28 Und wir
sprachen: Und wird's, dass sie so zu uns sprechen und zu unseren
künftigen Generationen, so sprechen wir: Seht die Bauart des
Altars Jewes, den unsere Väter gemacht haben, nicht für
Hinaufzuweihendes und nicht für Opfer (geeignet), denn ein Zeuge
ist er zwischen uns und euch!
29
Weitab sei's uns, ja von uns her, uns gegen Jewe zu empören und
am heutigen Tag umzukehren hinter Jewe weg, um einen Altar zu bauen
für Hinaufzuweihendes, für Spende und für Opfer, außer
allein (neben) dem Altar Jewes, unseres Elohims, der angesichts
Seiner Wohnung (steht).
30
Und Pinechas, der Priester, und die Würdenträger der
Zeugenschar und die Häupter der Tausendschaften Israels, die mit
ihm waren, hörten die Worte, die die Söhne Rubens und die
Söhne Gads und die Söhne Manasses redeten, und es war wohl
in ihren Augen.
31
Und Pinechas, der Sohn Eleasars, der Priesters, sprach zu den Söhnen
Rubens und zu den Söhnen Gads und zu den Söhnen Manasses:
Am heutigen Tag erkennen wir, dass Jewe in unserer Mitte ist, da ihr
nicht in dieser Übertretung gegen Jewe übertratet; nun habt
ihr die Söhne Israels geborgen, weg von der (Gericht übenden)
Hand Jewes.
32 Da
kehrten Pinechas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die
Würdenträger wieder zurück von den Söhnen Rubens
und von den Söhnen Gads aus dem Land des Gilead zum Land Kanaan
zu den Söhnen Israels, und sie brachten ihnen das Wort zurück
(erstatteten ihnen Bericht).
33
Und der Wortbericht war wohl in den Augen der Söhne Israels. Und
die Söhne Israels segneten Elohim, und nicht mehr sprachen sie
davon, wider jene mit dem Heer hinaufzusteigen, um das Land zu
verderben, in dem die Söhne Rubens und die Söhne Gads
wohnten.
34 Und
die Söhne Rubens und die Söhne Gads riefen dem Altar (die
Worte) zu: Denn Zeuge ist er zwischen uns, dass Jewe der Elohim
ist.
...
Der
Jordan stellte eine beeindruckende geographische Trennung zwischen
Ost und West dar. Daher war zu befürchten, dass man die
Oststämme ausgrenzte. Um dies zu verhindern, bauten sie einen
Altar, und zwar am westlichen Ufer des Flusses, eben bei den
Weststämmen.
Diese aber fassten dies als Abfall von Jewe auf,
weil Jewe nur ein Heiligtum mit dem einen Brandopferaltar für
ganz Israel vorgesehen hatte (3. Mose 17:8). Gegen Abtrünnige
war schärfstens einzuschreiten (5. Mose 13:13 - 18).
Die
Weststämme entsandten eine Abordnung unter der Führung des
Pinechas, der übrigens im Jahr 1421 v. Chr. in den Steppen Moabs
im Vorgehen gegen die Israeliten, die sich mit Baal Peor, dem Götzen
der Moabiter, eingelassen hatten, seinen Einsatz für die
Reinerhaltung des Glaubens bewiesen hatte (Verse 13 + 14; 4. Mose
25). Pinechas erinnerte die Stämme an dieses Desaster des ganzen
Volkes aufgrund des Götzendienstes, von dem Israels wohl immer
noch nicht rein sei (Vers 17), aber völligen Abstand genommen
habe. Er erwähnte auch Achan (Vers 20), um zu betonen, dass die
Sünde Einzelner schreckliche Auswirkungen auf das ganze Volk
hatte (Jos. 7).
Pinechas
gestand den Oststämmen zu, umzusiedeln, falls sie ihr Land als
bemakelt ansehen würden (Vers 19), insofern sie meinten, dass es
nicht durch die Gegenwart Jewes gesegnet sei.
Doch die Oststämme
konnten glaubhaft darlegen, dass der Altar nur ein Symbol der
Zusammengehörigkeit darstelle. Das dies bezeugende Denkmal war
ein Altar, weil nur der gemeinsame Glaube das Volk zusammenhalten
konnte.
So
blieb die Einheit gewahrt. Sie blieb übrigens im Grunde dadurch
bewahrt, dass jeder Mann aus allen Stämmen von 30 Jahren an
dreimal im Jahr am Heiligtum vor dem Angesicht Jewes zu erscheinen
hatte (2. Mose 23:17), zum Fest der ungesäuerten Brote, zum Fest
der Erstlingsfrüchte (Pfingsten) und zum Laubhüttenfest.
Kapitel 23
Josuas Mahnrede an das Volk
1
Und es geschah ausgangs vieler Tage, nachdem Jewe dem Israel Ruhe von
all ihren Feinden ringsum verschafft hatte und Josua alt war, ja
hochbetagt,
2 da
rief Josua allem Israel, seinen Ältesten und seinen Häuptern
und seinen Richtern und seinen Vorstehern, und sprach zu ihnen: Ich,
ich bin alt, ja hochbetagt.
3
Und ihr, ihr saht alles, was Jewe, euer Elohim, all diesen Nationen
aufgrund eures Angesichts getan hat, denn Jewe, euer Elohim, Er war
der für euch Streitende.
4
Seht, ich ließ euch diese verbliebenen Nationen zufallen,
insofern (dort) das Losteil für eure Stämme ist, vom Jordan
an, und all die Nationen, die ich abgeschnitten habe, bis zu dem
großen Meer gen Sonnenuntergang.
5
Und Jewe, euer Elohim, Er, ja Er, wird sie hinwegstieben, weg von
eurem Angesicht, und sie entrechten, weg von eurem Angesicht, und ihr
werdet das Land errechten, so wie Jewe, euer Elohim, zu euch geredet
hat.
6 Ihr aber
seid überaus fest, zu hüten und zu tun all das in der
Schriftrolle, der Zielanweisung (Tora) Moses, Aufgeschriebene, (und)
euch nimmer von ihr abzukehren, weder zur Rechten noch zur Linken,
7
(und) nimmer zu diesen Nationen zu gehen (einzugehen), diesen samt
euch verbliebenen, und im Namen ihres Elohim lasst ihr nicht gedenken
und lasst ihr nicht schwören, und nicht dient ihr ihnen, und
nicht werft ihr euch ihnen (huldigend) hin,
8
sondern Jewe, eurem Elohim, hangt ihr an, so wie ihr's bis zu diesem
Tag getan habt.
9
Und Jewe entrechtete, weg von eurem Angesicht, große und
überaus starke Nationen, ihr aber, niemand bestand gegen euer
Angesicht bis zu diesem Tag.
10
Ein Mann von euch verfolgt tausend, denn Jewe, euer Elohim, ist der
für euch Streitende, so wie Er zu auch geredet hat.
11
Und so hütet ihr euch überaus in euren Seelen, Jewe, euren
Elohim, zu lieben.
12 Denn
wenn ihr umkehrt, ja umkehrt, und dem Überrest dieser Nationen
anhangt, dieser samt euch verbliebenen und wenn ihr euch mit ihnen
verschwägert und ihr zu ihnen kommt und sie zu euch:
13
so erkennt, ja erkennt ihr, dass Jewe, euer Elohim, nicht fortfährt,
diese Nationen zu entrechten, weg von eurem Angesicht; und sie werden
euch zum Klappnetz und zur Schlinge und zur Peitsche in euren Seiten
und zu Spitzzacken in euren Augen bis zu eurem Verlorengehen, weg von
diesem guten Erdboden, den euch Jewe, euer Elohim, gegeben hat.
14
Und da! Ich wandle am heutigen Tag auf dem Weg all (der Bewohner) der
Erde, und ihr erkennt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen
Seele, dass nicht ein einziges Wort dahinfiel von all den guten
Worten, die Jewe, euer Elohim, über euch geredet hat: all diese
Worte kamen euch, nicht fiel davon ein einziges Wort dahin.
15
Und es wird: So wie all das gute Wort über
euch gekommen ist, das Jewe, euer Elohim, zu euch geredet hat, so
wird Jewe all das böse Wort über euch bringen, bis Er euch
vertilgt hat, weg von diesem guten Erdboden, den euch Jewe, euer
Elohim, gegeben hat.
16
Indem ihr den Bund Jewes, eures Elohims, übergeht, den Er euch
gebot, und ihr wandelt und anderen Elohim dient und euch ihnen
(huldigend) hinwerft, so entbrennt der Zorn Jewes gegen euch und ihr
geht schnell verloren, weg von dem guten Land,
das Er euch gegeben
hat.
...
Josua
sah die große Gefahr für Israel, sie war keine
militärische, sondern eine geistliche: die des Abfalls von Jewe.
Dementsprechend war die Mahnrede des Hochbetagten eindeutig: Entweder
ihr bleibt Jewe treu, und es wird euch gut gehen, oder ihr schielt
nach anderen Elohim, dann wird es euch übel ergehen.
Es galt, Jewe entschieden nachzufolgen. Jede Annäherung an die götzendienerischen Nationen würde das Volk ins Verderben reißen (5. Mose 28:15 45). Der Apostel Paulus schreibt: „Wisst ihr nicht, dass ein klein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? (1. Kor. 5:6). Möge Israel darum auch diese sehr ernste Ermahnung hören: Mein Gerechter aber wird aus Glauben (Glaubenstreue) leben. Und wenn er zurückweicht, hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm (Heb. 10:38). Siehe auch 2. Petrus 2:20 - 22!
Mischehen
waren wie auch bei uns heute ausdrücklich verboten
(Vers 12;
2. Kor. 6:14; 2. Mose 34:16; 5. Mose 7:3; Esra 9:1, 2; Neh. 13:23-
26).
Kapitel 24
Josuas letzte Mahnrede an das Volk
1
Und Josua versammelte alle Stämme Israels gen Sichem, und er
rief den Ältesten Israels und seinen Häuptern und seinen
Richtern und seinen Vorstehern; und sie stellten sich angesichts
Elohims auf.
2
Und Josua sprach zu all dem Volk: So spricht Jewe, der Elohim
Israels: Jenseits des Stromes (Euphrat) wohnten eure Väter vom
Äon an, Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nachors, und
sie dienten anderen Elohim.
3
Und Ich nahm (1890 v. Chr.) euren Vater Abraham von jenseits des
Stromes und ließ ihn in all das Land Kanaan gehen, und Ich
mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.
4
Und Ich gab dem Isaak Jakob und Esau, und Ich gab dem Esau das
Bergland Seirs, es zu errechten, Jakob aber und seine Söhne
stiegen hinab gen Ägypten.
5
Und Ich entsandte Mose und Aaron und zerwuchtete Ägypten, so wie
Ich´s tat in seinem Innern, und danach führte Ich euch
heraus.
6 Und Ich
führte eure Väter heraus aus Ägypten, und ihr kamt gen
das Meer, und die aus Ägypten setzten hinter euren Vätern
her mit Fahrzeugen (Streitwagen) und Reitern bis zum Schilfmeer.
7
Und jene schrien zu Jewe, und Er legte Verdunkelung zwischen euch und
die Ägypter, und Er brachte das Meer über es (Ägypten)
und dieses bedeckte es; und eure Augen sahen, was Ich mit Ägypten
getan habe. Und ihr wohntet viele Tage in der Wildnis.
8
Und Ich brachte euch zum Land des Amoriters, der jenseits des Jordans
wohnte, und sie stritten gegen euch, und Ich gab sie in eure Hand,
und ihr errechtetet ihr Land, und Ich vertilgte sie, weg von eurem
Angesichts.
9 Da
stand Balak, der Sohn Zipors, der König Moabs, auf und stritt
gegen Israel; und er entsandte und rief dem Bileam, dem Sohn Beors
euch zu verfluchen.
10
Aber Ich willigte nicht ein, auf Bileam zu hören, und er
segnete, ja segnete euch, und Ich barg euch, weg von seiner Hand.
11
Und ihr gingt über den Jordan und kamt gen Jericho, und es
stritten gegen euch die Eigner Jerichos und der Amoriter und der
Perisiter und der Kanaaniter und der Hetiter und der Girgasiter, der
Hiwiter und der Jebusiter, und Ich gab sie in eure Hand.
12
Und Ich entsandte euch angesichts die Hornisse, und sie vertrieb sie,
die beiden Könige des Amoriters, weg von eurem Angesicht; nicht
infolge deines Schwertes (geschah's) und nicht infolge deines
Bogens.
13 Und
Ich gab euch ein Land, für das du dich als Gegenleistung nicht
bemüht hast, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, und ihr
wohnt in ihnen; Weinberge und Ölbäume, die ihr nicht
gepflanzt habt, ihr esst davon.
14
Und nun, fürchtet Jewe und dient Ihm in Makellosigkeit und in
Wahrheit, und nehmt die Elohim weg, denen eure Väter jenseits
des Stromes (Euphrat) und in Ägypten dienten, und dient Jewe.
15
Und wenn's böse ist in euren Augen, Jewe zu dienen, so erwählt
euch am heutigen Tag, wem ihr dienen wollt, ob den Elohim, denen eure
Väter dienten, die jenseits des Stromes waren, oder den Elohim
des Amoriters, in dessen Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir
dienen Jewe.
...
In
Sichem versammelte Josua das Volk zu sich (Vers 1), sicherlich weil
auf den Steinen des dortigen Altars das Gesetz des Mose geschrieben
stand (Jos. 8:30 - 35).
Josua
malte seinem Volk die von der Treue Jewes geprägte Geschichte
vor Augen, damit sie diesem allgewaltigen Elohim vertrauen
mögen.
Auch durch Hornissen hatte Jewe Völker vertrieben
(Vers 12), wie in 2. Mose 23:28 und 5. Mose 7:20 verheißen. Ihr
Stich ist sehr schmerzhaft und kann für den Menschen gefährlich
sein.
Schließlich stellte Josua die entscheidende Frage: Wem wollt ihr dienen (Vers 15)? Seine persönliche Antwort darauf: "Ich aber und mein Haus, wir dienen Jewe“, wurde vielen Gläubigen bis heute zum Vorbild und Zuspruch!
Die Antwort des Volkes
16
Da antwortete das Volk und sprach: Weitab von uns sei´s, Jewe
zu verlassen, um anderen Elohim zu dienen,
17
denn Jewe, unser Elohim, Er ist der, der uns und unsere Väter
aus dem Land Ägypten, aus dem Diensthaus, heraufgebracht hat,
und der, der uns zu Augen diese großen Zeichen getan hat, und
Er hütete uns auf all dem Weg, auf dem wir wandelten, und unter
all den Völkern, durch deren Mitte wir hinübergingen.
18
Und Jewe vertrieb all die Völker und den Amoriter, den Bewohner
des Landes, weg von unserem Angesicht. Auch noch wir, wir dienen
Jewe, denn Er ist unser Elohim.
...
Beeindruckt von den
Argumenten wie auch der Glaubensfestigkeit Josuas legte das Volk
bereitwillig ein klares, Jewe wohlverehrendes Bekenntnis ab.
Aber
vermag ein Mensch denn aus sich selbst Jewe zu dienen?
Josua
wusste um die Schwachheit des Menschen, wie der nächste Vers
zeigt.
Die Erneuerung des Bundes
19
Da sprach Josua zu dem Volk: Nicht könnt ihr Jewe dienen, denn
ein heiliger Elohim ist Er, ein eifernder El ist Er, nicht trägt
Er eure Übertretung und eure Verfehlungen.
20
So ihr denn Jewe verlasst und den
ausländischen Elohim dient, so kehrt Er um und tut euch Böses
und macht euch alldahin, nachdem Er euch wohlgetan hat.
21
Und das Volk sprach zu Josua: Nicht so, denn Jewe dienen wir!
22
Da sprach Josua zu dem Volk: Zeugen seid ihr gegen euch, dass ihr, ja
ihr, euch Jewe erwähltet, um Ihm zu dienen. Und sie sprachen:
Wir sind Zeugen!
23
So nehmt nun weg die ausländischen Elohim, die in eurer Mitte
sind, und reckt euer Herz zu Jewe, dem Elohim Israels.
24
Und das Volk sprach zu Josua: Jewe, unserem Elohim, dienen wir, und
auf Seine Stimme hören wir.
25
Und Josua schnitt (schloss) dem Volk einen Bund an jenem Tage und er
legte ihm Gesetz und Rechtsetzungen fest in Sichem.
26
Und Josua schrieb diese Worte in die Schriftrolle der Zielanweisung
(Tora) Elohims; und er nahm einen großen Stein und stellte ihn
dort unter dem Eidbaum auf, der am Heiligtum Jewes war.
27
Und Josua sprach zu all dem Volk: Da! Dieser Stein, er werde gegen
uns zum Zeugen, denn er, ja er, hörte alle Gesprochenen (Worte)
Jewes, die Er mit uns geredet hat, und er werde gegen euch zum
Zeugen, dass ihr doch ja nicht euren Elohim verleugnet!
28
Und Josua entsandte das Volk, einen jeden zu seinem Losteil.
...
Josua
gebrauchte schärfste Worte. Es ging um Leben und Tod.
Die
Übertretung, die Josua aussprach (Vers 19), die nicht
vergeben
werden konnte, war der Götzendienst, der Abfall von
Jewe.
Das Volk betonte und bestätigte, Jewe zu dienen, und erkannte an, dass sie Zeugen gegen sich selbst seien (Verse 21 + 22), ihre eigenen Worte also gegen sie sprechen könnten. Da forderte Josua sie auf, ihre Götzenfiguren zu vernichten und Jewe ungeteilten Herzens zu dienen (Vers 23).
Wieder
bekräftigte Israel seine Treue zu Jewe (Vers 24). So erneuerte
Josua den Bund und legte dem Volk die Bestimmungen der Tora dar (Vers
25).
Er schrieb seine Worte auf, die sodann gemäß 5.
Mose 31:26 neben die Bundeslade gelegt wurden (Vers 26)
Mit
dem Eidbaum – Israel hatte gerade einen Eid abgelegt –
kann nur der Götterbaum gemeint sein, zu dem einst Abraham
gekommen war (1. Mose 12:6), die Terebinthe, die auch Jakob kannte
(1. Mose 35:4; s. a. Ri. 9:6). Unter diesem Baum stellte Josua
einen
großen Stein auf, der symbolisch Zeuge all des Gesprochenen war
(Vers 27) und gegen Israel zeugen würde, wenn sie Jewe
verleugnen sollten. So schärfte Josua dem Volk seine Ermahnungen
zusätzlich ein und dennoch verleugnete sogar Petrus den Herrn
dreimal (Mat. 26:70 - 74).
Wohlgerüstet
mit dem lebendigen und Leben gebenden Wort
Jewes ging alsdann ein
jeder zu seinem Losteil.
Josuas Ende
29
Und es geschah nach diesen Sachen (Ereignissen), da starb Josua, der
Sohn Nuns, der Diener Jewes, als Sohn von 110 Jahren.
30
Und sie begruben ihn im Gebiet seines Losteils in Timnat-Serach, die
im Bergland Ephraims (liegt), im Norden des Berges Gaasch.
31
Und Israel diente Jewe alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten,
deren Tage sich über Josua hinaus längerten und die alle
Taten Jewes erkannten, die Er für Israel getan hatte.
32
Und die Gebeine Josephs, die die Söhne Israels aus Ägypten
heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem in der Ebene des
Gefilds, das Jakob von den Söhnen Chamors, des Vaters Sichems,
gegen hundert Kesita (Münzenbezeichnung) erworben hatte; und es
wurde den Söhnen Josephs zum Losteil.
33
Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb, und sie begruben ihn am Hügel
seines Sohnes Pinechas, der ihm im Bergland Ephraims gegeben worden
war.
...
110
Jahre alt wurde Josua. Sein langes Leben war Ausdruck des Segens
Gottes (5. Mose 4:40; 5:33; 11:9) für einen Mann, der die
Auszeichnung „Diener Jewes“ erhielt (Vers 29). Das
Todesjahr lässt sich nicht feststellen. Es lag nach 1414 v.
Chr., dem Jahr der Zulosung des Landes an die Stämme, und könnte
an das Jahr 1400 v. Chr. heranreichen.
In
Vers 31 lesen wir zu unserer Freude, dass Israel auch noch nach
Josuas Tod in den Tagen der Ältesten Jewe diente.
Sie
begruben auch Joseph (Vers 32), und zwar in Sichem in dem von Jakob
erworbenen Gefild (1. Mose 33:19). Joseph hatte die Söhne
Israels im Glauben an die Rückkehr ins verheißene Land
schwören lassen, seine Gebeine dorthin mitzunehmen (1. Mose
50:24, 25; 2. Mose 13:19). So ist er gar in Hebräer 11:22 unter
den Glaubenszeugen aufgeführt: “Durch Glauben gedachte
Joseph, verscheidend, des Auszugs der Söhne Israels und gab
Anweisungen bezüglich seiner Gebeine.“
Am Ende des Buches Josua angelangt, stellen wir fest, dass drei Männer, Josua, Joseph und Eleasar, in dem Land zur Ruhe gelegt wurden, von dem sie glaubten, dorthin zu gelangen. Und dies geschah, allein durch die Treue Jewes. Was Er sagt, das tut Er auch. „Mein Ratschluss ersteht, und alles, was Mir gefällt, tue Ich" (Jes. 46:10).
Wir schließen mit dem Wunsch, dass Israel sich diese Glaubensmänner zum Vorbild nehmen und auf das Wort Jewes, ihres Elohims, bauen möge.
____________________________________________________________________________________________________________________